In Kirchentellinsfurt, Reutlingen, Pfullingen, Betzingen und Bad Urach stehen die Wasserwerke der FairEnergie seit Mitte Juli still. Ein Sprecher des Unternehmens hat dem SWR bestätigt, dass nicht einmal ein eingeschränkter Betrieb möglich ist.
Neckar, Erms und Echaz haben zu wenig Wasser
Um die Turbinen der Wasserkraftwerke zu betreiben, muss eine Mindestmenge an Wasser in den Flüssen fließen. Weil sowohl im Neckar als auch in Erms und Echaz nicht genügend Wasser vorhanden ist, können die Turbinen auch nicht in gedrosseltem Betrieb arbeiten. Die Wasserwerke seien daher derzeit komplett außer Betrieb so ein Sprecher von FairEnergie. Damit die Turbinen wieder anlaufen können, brauche es "mehrere Tage flächigen Landregen", so ein Sprecher der FairEnergie. Einmal pro Woche würden die Pegelstände an den Wasserkraftwerken überprüft, ob die Mindestmenge an Wasser erreicht ist, um den Betrieb wieder aufzunehmen.
Stromerzeugung im Solarpark
Für Strom wird trotzdem gesorgt. Während die Wasserkraftwerke stillstehen, bezieht FairEnergie den Strom vom Solarpark Buttenhausen bei Münsingen auf der Alb oder von Photovoltaikanlagen in Reutlingen. Laut dem Unternehmen sei die Wasserkraft zwar ein regionaler Baustein der Eigenerzeugung, die Strombeschaffung sei davon aber unabhängig. Das Portfolio der FairEnergie könne kompensieren, wenn eine regenerative Energiequelle ausfalle.
Auch in Tübingen, Horb und Nagold ist die Stromproduktion betroffen
In den Wasserkraftwerken am Tübinger Neckar, an der Nagold und zum Teil in Horb stehen die Turbinen wegen Niedrigwasser ebenfalls still. Bei den aktuellen Pegelständen können die Turbinen der beiden Wasserkraftwerke in der Tübinger Innenstadt und bei Hirschau nicht laufen, teilen die Stadtwerke Tübingen auf SWR-Anfrage mit.