Innerhalb von drei Tagen

Weitere Sportplätze zerstört in Seebronn, Wessingen und Dettenhausen

Tiefe Furchen durchziehen die Rasen. Nach Mössingen-Belsen hat es nun drei weitere Sportplätze erwischt. Schlecht für die Vereine. Die Polizei ermittelt.

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Von Autor/in Maren Seehuber

Im vergangenen November hat ein Auto den Sportplatz in Mössingen-Belsen (Kreis Tübingen) verwüstet. Jetzt hat es innerhalb von drei Tagen drei weitere Sportplätze getroffen. In der Nacht auf Montag ließ ein Unbekannter Autospuren auf dem Sportplatz in Dettenhausen (Kreis Tübingen) zurück, am Sonntag drehte ein Autofahrer auf dem Sportplatz in Bisingen-Wessingen (Zollernalbkreis) seine Runden. Das gleiche Phänomen wurde am Sonntagmorgen in Seebronn (Kreis Tübingen) auf dem schneebedeckten Sportplatz entdeckt.

Zerstörter Sportplatz in Seebronn: Der Rasen ist durchzogen mit tiefen Furchen, sodass die Erde herausklafft.
Am Sonntag wurde der Sportplatz in Seebronn (Kreis Tübingen) zerstört. Mit einem PKW wurden tiefe Furchen in den Rasen gefahren.

Schock über tiefe Autospuren in Seebronn

Zum Glück haben die Seebronner Fußballer eine Spielergemeinschaft mit ihrem Nachbarverein, denn auf ihrem eigenen Sportplatz können sie vorerst nicht mehr kicken. Vorstandsmitglied Ingo Schiedt war geschockt über die tiefen Furchen im Rasen. Was tun? Schiedt steht in engem Austausch mit dem Verein in Mössingen-Belsen, erzählte er dem SWR, wo im vergangenen November der Sportplatz zerstört wurde. Im Verdacht steht dort ein 19-Jähriger Autofahrer.

Helfen Zäune und Videokameras?

Die Vereine beraten sich jetzt über Sicherheitsvorkehrungen. Absperrungen, Videoüberwachung, Zäune oder große Steine als Hindernisse stehen zur Debatte. Die Gemeinde muss aber auch mit dem Mähgerät auf die Rasenfläche kommen. Bisher wurde noch nichts entschieden.

Für uns ist sowas total blöd. Wir tun uns sowieso schwer, Freiwillige zu finden, die ihre Arbeit reinstecken - das ist ja alles ehrenamtlich.

Laut dem Württembergischen Landessportbund sind erstmal keine übergreifenden Schutzmaßnahmen geplant. Vereine können finanzielle Unterstützung - beispielsweise für Schutzzäune - beim Sportbund beantragen, hieß es auf Nachfrage. Das gelte aber nur für Sportplätze in Vereinshand. Seebronn und Mössingen werden aber von den Gemeinden verwaltet.

Teure Sanierung der zerstörten Sportplätze

In Mössingen-Belsen sind die Hälfte der Sanierungsarbeiten schon abgeschlossen. Man konnte auf die alte Wurzelschicht aufbauen - trotzdem wird es die Stadt 30.000 - 40.000 Euro kosten und noch bis etwa Ende April dauern. Für die Vereine in den anderen Orten könnte es aber auch teurer werden, falls sie den Rasen komplett neu pflanzen müssen. Bisher ist die Höhe der Schäden noch nicht bekannt. In Seebronn sieht Schiedt eine gute Chance, "dass man es mit walzen, nachsäen und auflockern hinbekommt".

Auf dem Sportplatz in Dettenhausen zeichnen sich die Spurrillen von Autoreifen selbst unter dem Schnee ab.
Auch in Dettenhausen wurde auf dem Sportplatz gedriftet.

In Dettenhausen sind die Furchen mehrere Zentimeter tief. Auf dem Sportplatz wurde ein großer Achter in den Rasen gefahren, so Dietmar Poos vom Vfl Dettenhausen. Von der Mittellinie aus würden die Spuren jeweils 20 Meter in jede Richtung reichen. Für Poos ist so eine Tat völlig unverständlich.

Ich finde es halt schade, dass insgesamt - egal, ob es jetzt unser Platz oder andere Plätze sind - die Vereine damit geschädigt werden. Vor allem die vielen Ehrenamtlichen oder die Personen, die da Sport treiben möchten.

Wer zerstört die Sportplätze?

Über die Täter in Seebronn, Dettenhausen und Wessingen sind noch keine Details bekannt. Die Polizei sucht Zeugen und prüft, ob die Taten möglicherweise zusammenhängen. Bisher konnten aber noch keine Zusammenhänge festgestellt werden, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Sie verweist aber darauf, dass es Sachbeschädigung ist, wenn man einen Sportplatz derart verwüstet, und man mit Strafen rechnen muss

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Maren Seehuber
Maren Seehuber ist Reporterin für Hörfunk und Online beim SWR im Studio Tübingen.

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