Protest gegen israelischen Rüstungskonzern

Unbekannte rollen Transparente am Ulmer Münster aus

Unbekannte haben am Samstag am Ulmer Münster Transparente aufgehängt, um gegen den israelischen Rüstungskonzern Elbit mit Standort in Ulm und den Krieg in Gaza zu protestieren.

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Erneut werden am Hauptturm des Ulmer Münsters politische Botschaften verbreitet: Am Samstag haben Aktivisten lange Transparente aufgehängt. Ihr Protest richtet sich gegen den Gaza-Krieg und gegen den israelischen Rüstungskonzern "Elbit", der auch einen Standort in Ulm hat.

Dekanat der Münstergemeinde stellt Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Die jeweils 30 Meter langen Transparente am Ulmer Münster trugen die Aufschrift: "Elbit raus aus Ulm - Stoppt den Völkermord". Münsterdekan Thorsten Krannich kündigte an, Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu stellen.

Dekan Krannich hofft auf Bilder von Überwachungskameras

Der Dekan erwähnte gegenüber dem SWR, dass sich im Eingangsbereich zur Turmbesteigung Überwachungskameras befänden. Daher sei die Hoffnung groß, die Aktivisten zu identifizieren. Denn so groß die Transparente sind, hatten die Aktivisten sicher "einen dicken Rucksack" geschultert, so Krannich. Zeitgleich zum Ausrollen der Transparente fand vor dem Münster eine Pro-Palästina-Demo mit knapp 50 Teilnehmenden statt. Dort war unter anderem ein Protestschild mit der Aufschrift "Shut Elbit down" zu sehen.

Ein Zusammenhang der Demo und dem Ausrollen der Transparente am Münster ist nach Angaben der Polizei zwar "naheliegend", die Ermittlungen richteten sich aber gegen Unbekannt. Die Beamten haben die Transparente abgehängt und sichergestellt.

Pro-Palästina-Demonstrationszug verläuft weitgehend friedlich

Im weiteren Verlauf des Nachmittags zogen die Demoteilnehmer durch die Innenstadt. Dabei wurde ein Passant wegen Provokationen und Bedrohung von Beamten in Gewahrsam genommen.

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SWR