Autofahrerinnen und -fahrer brauchen in Ulm in den nächsten Monaten weiterhin starke Nerven. Der Verkehrsknotenpunkt Ehinger Tor wird zum Nadelöhr. Am Montagabend gegen 21:30 Uhr starten zunächst vorbereitende Arbeiten, beispielsweise an Ampeln. Ab Dienstag werden dann drei von fünf Fahrspuren gesperrt, so die Stadt Ulm.
Der Grund sind demnach in einem ersten Schritt Leitungsarbeiten im Bereich der Neuen Straße sowie zwischen Universum-Center und Haltestelle Ehinger Tor. Das Fernwärmenetz sowie das Wasser- und das Gasleitungsnetz sollen optimiert werden, heißt es.
Verkehrseinschränkungen am Ehinger Tor in Ulm
Konkret sieht die neue Straßenführung dann so aus: Eine Spur führt nach links in Richtung Adenauerbrücke und Neu-Ulm. Auf der zweiten Fahrspur müssen sich alle einordnen, die links in Richtung B311, geradeaus in Richtung Weststadt oder rechts in Richtung Bismarckring wollen.
"Da brauchen wir auch keinen Hehl draus machen, zu Verkehrseinschränkungen kommt es", fasst Michael Jung, Hauptabteilungsleiter Verkehrsplanung und Straßenbau bei der Stadt Ulm, die Situation realistisch zusammen. "Sie werden nicht immer bei der ersten Ampelphase drüber kommen, sondern es kann auch zwei, drei Ampelphasen dauern."
Da brauchen wir auch keinen Hehl draus machen, zu Verkehrseinschränkungen kommt es.
Damit es kein komplettes Verkehrschaos wird, werden die Grünphasen an den Ampeln verlängert. Der Verkehr soll so besser stadtauswärts fließen.
Auch Haltestelle Ehinger Tor wird umgebaut
Ab Juli soll dann auch die Haltestelle Ehinger Tor umgebaut werden. Unter anderem werden das Dach abgerissen und die Gleise erneuert. Dann fahren hier rund eine Woche lang keine Busse und Straßenbahnen mehr. Der ÖPNV läuft dann über Ersatzhaltestellen, zum Beispiel am Universum-Center.
Bis Ende 2028 soll dann der gesamte Bereich rund um das Ehinger Tor im Zuge der Landesgartenschau 2030 umgestaltet werden. Mehr Grün, mehr Fuß- und Radwege und ein besserer Blick auf das historische Tor der ehemaligen Bundesfestung.