Abbruch soll bis spätestens Samstag erledigt sein

Bagger beißen Gänstorbrücke in Ulm weg

Schneller als geplant verläuft der Abbruch der Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm. Am Vatertag war der westliche Teil der Brücke bis auf einen kleinen Teil abgerissen.

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Stand

Der Abriss der maroden Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm verläuft schneller als gedacht. Der in der Nacht zu Mittwoch angelieferte Riesenbagger hat Stück um Stück vom westlichen Teil der Brücke "abgebissen". Am Himmelfahrtstag stand nur noch ein Teil auf Ulmer Seite. Schaulustige verfolgten von beiden Ufern der Donau aus die Abbrucharbeiten.

Steigende Pegelstände beeinträchtigen den Abriss der Gänstorbrücke

Eigentlich war der Abriss des Westteils der 75 Jahre alten Brücke erst ab Donnerstagmorgen angesetzt. Dass er nun früher begann, nämlich schon am Mittwoch, lag laut Projektleiter Timo Roth von der Stadt Ulm an den zunächst günstigen Pegelständen der beiden Flüsse Donau und Iller. Doch der starke Regen in der Nacht zum Feiertag hat die Pegelstände wieder steigen lassen, so dass der Bauablauf geändert werden musste, wie Roth am Donnerstagnachmittag dem SWR sagte. Der Riesenbagger konnte nicht wie geplant auf die Ulmer Brückenseite wechseln, sondern setzte den Abriss auf Neu-Ulmer Seite fort.

Wir sind bei dem Rückbau enorm abhängig von den Wasserständen.

Abriss soll bis Samstag erledigt sein

Am Freitag soll nun der Abriss des verbliebenen Brückenteils auf Ulmer Seite erfolgen - vorausgesetzt, der Wasserstand der Donau lässt es zu.

Der Verkehr über die Brücke läuft weiter wie bislang über die östliche Fahrbahn. Während der Abbrucharbeiten sind immer wieder Schwingungen zu spüren. Doch dies bedeute keine Gefahr für den Verkehr, so Roth. Spätestens bis Samstag will das Projektteam mit dem Abriss fertig sein. Ist das geschafft, kann es sich auf den nächsten Meilenstein vorbereiten: Den Neubau der Brückenhälfte bis Mitte 2026.

Ein Riesenbagger trägt Teile der Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm von der Donau aus ab.
Diese Brückenseite bleibt zunächst bestehen, der Verkehr rollt weiter. Auch sie soll abgerissen werden, wenn bis Mitte 2026 der Ersatzneubau der westlichen Hälfte der Gänstorbrücke steht. Oliver Schmid

Abbruchmaterial der Gänstorbrücke soll recycelt werden

Bei den Arbeiten kommt auch ein riesiger Bagger zum Einsatz. Mit seinem Greifer löst er tonnenschwere Stücke aus der alten Gänstorbrücke heraus. Laut Stadt ist die Arbeit mit dem großen Bagger effizienter als mit kleinerem Gerät. Auch sei es ökologisch sinnvoll: Je größer die abgetrennten Stücke, desto weniger Schuttpartikel würden in die Donau gelangen und das Wasser eintrüben.

Den Beton aus dem Abbruchmaterial will die Stadt teilweise wiederverwenden. Er kann aufbereitet und im Tief- oder Straßenbau eingesetzt werden. "Somit kann die Brücke im Sinne der Nachhaltigkeit dem Kreislauf der Bauwirtschaft wieder zugeführt werden", teilte die Stadt mit.

Deutsches Musikfest soll von Abriss nicht gestört werden

Während des Abbruchs des Brückenteils findet in den beiden Donaustädten das Deutsche Musikfest statt. Nach Auskunft der Stadt Ulm lässt sich das nicht vermeiden. Lärmbelästigung soll aber möglichst vermieden werden, erklärte Roth dem SWR.

"Die richtig lauten Tätigkeiten sind ja die, wenn dann der große Abbruchbagger mit seinem Felsmeißel die Mittelstege perforiert. Dies werden wir um die stattfindenden Konzerte herum legen, sodass da die Konzerte und auch die Wertungen nicht gestört werden."

Den Brückenabriss vom Sofa aus beobachten: Die Stadt Ulm hat einen Live-Stream für den Abriss des westlichen Teils der Gänstorbrücke aufgesetzt:

LIVE: Abbruch der westlichen Hälfte der Gänstorbrücke in Ulm

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