Achtjährige verletzt

Absturz im Lonetal: Mädchen in Bocksteinhöhle bei Rammingen eingebrochen

In der Bocksteinhöhle im Lonetal im Alb-Donau-Kreis ist Donnerstagnachmittag ein achtjähriges Mädchen abgestürzt. Sie wurde dabei verletzt.

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Stand

Das Mädchen ist auf dem mit Büschen bewachsenen Höhlendach unterwegs gewesen, wie der zuständige Feuerwehrkommandant dem SWR mitteilte. Durch ein Loch ist das Kind dann rund drei Meter tief in die Höhle gestürzt.

Büsche verbargen Loch in Höhlendecke

Durch dieses Loch in der Bocksteinhöhle stürzte das achtjährige Mädchen etwa drei Meter in die Tiefe.
Durch dieses Loch in der Bocksteinhöhle stürzte das achtjährige Mädchen etwa drei Meter in die Tiefe. Feuerwehr Herbrechtingen

Die Achtjährige war laut Polizei zuvor mit ihrer Familie bei der Bocksteinhöhle wandern. Die Touristen aus Übersee waren für einen Familienbesuch in der Region.

Das Dach der Höhle ist mit Büschen bewachsen - darauf sei das Mädchen unterwegs gewesen, teilte der zuständige Feuerwehrkommandant Sascha Frey mit. Von der Polizei hieß es, mutmaßlich aus Unachtsamkeit sei die Achtjährige in eines der Löcher gestürzt. "Die Höhle weist natur- und felsbedingte Löcher in der Decke auf", so die Polizei. 

Mit einem Rettungshubschrauber wurde das schwerverletzte Mädchen von der Bocksteinhöhle in eine Klinik gebracht.
Mit einem Rettungshubschrauber wurde das schwerverletzte Mädchen von der Bocksteinhöhle in eine Klinik gebracht. Feuerwehr Herbrechtingen

Der Rettungsdienst, Angehörige und die Feuerwehr haben das verletzte Mädchen aus der Höhle geholt. Es wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Laut Polizei ist das Kind in einem stabilen Zustand.

Bürgermeister will Situation an Bocksteinhöhle "neu bewerten"

"Natürlich muss man die Situation jetzt neu bewerten", sagte Rammingens Bürgermeister Christian Weber (CDU) dem SWR. "Wir wollen uns jetzt die Zeit nehmen, das Ganze in Ruhe anzuschauen, zu analysieren und dann natürlich geeignete Maßnahmen treffen, um die Gefahrenquellen so gering wie möglich zu halten", so Weber weiter.

Am Unfallort an der Bocksteinhöhle im Alb-Donau-Kreis wurde ein Absperrband angebracht.
Am Unfallort an der Bocksteinhöhle im Alb-Donau-Kreis wurde ein Absperrband angebracht. Justus Madaus

Die Gemeinde habe in der Vergangenheit Treppenstufen an Wanderwegen an der Bocksteinhöhle erneuert. "Wenn man diese ausgeschilderten und gekennzeichneten Wege benutzt, dann gibt es eigentlich keine Gefahr. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn man diese Wanderwege verlässt", so Weber.

Er bedauere den Unfall und wünsche der Achtjährigen eine rasche Genesung. Auch aus der Nachbargemeinde Öllingen hieß es, man sei sehr betroffen und wünsche dem Mädchen gute Besserung und der Familie viel Kraft.

Höhlenumgebung war bislang weitestgehend natürlich

Die Bocksteinhöhle sei bislang "aus Gründen des Natur- und Denkmalschutzes" so natürlich wie möglich belassen worden, schreibt die Gemeinde Öllingen am Tag nach dem Unfall auf ihrer Internetseite. "Wenn man die Höhle nach heutigen Standards absichert, befürchte ich negative Auswirkungen auf die Auszeichnung UNESCO Weltkulturerbe", sagte Öllingens Bürgermeister Jürgen Hieber (CDU) am Samstag dem SWR.

Die Höhle ist im Besitz der Gemeinde. Mit dem Gemeinderat soll das weitere Vorgehen abgestimmt werden. In der Vergangenheit habe es regelmäßig Sicherheitsbegehungen und -maßnahmen an der Höhle gegeben, heißt es in der Stellungnahme.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Christina Scherer
Christina Scherer
Peter Schmid
SWR-Aktuell Redakteur Peter Schmid

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