Im Ulmer Stadtgebiet kursieren aktuell gefälschte Handzettel mit offiziellen Nummern von Behörden. Die Flyer mit dem Titel "Bunte Weihnachten - aber sicher" erwecken den Eindruck, von der Ulmer Stadtverwaltung zu stammen. Im Text wird behauptet, dass für den Besuch des "Wintermarktes eine verstärkte Vorprüfung" der Gäste nötig sei.
Dies ist nach Auskunft der Stadtverwaltung eine Fälschung. Gleichwohl wird der Fall nicht weiterverfolgt. Nach Auskunft des Landeskriminalamtes erfolgte beim Polizeipräsidium Ulm "eine inhaltliche Prüfung und Bewertung des gegenständlichen Flyers. Es sind keine straf- oder ordnungsrechtlich relevanten Inhalte festgestellt worden."
Fake-Flyer in Ulm: Verwunderte Anrufe bei der Stadtverwaltung
Wer die Flyer verfasst und verteilt hat, ist noch unklar. Sie sind nach Angaben eines Sprechers der Ulmer Stadtverwaltung in Briefkästen von Bürgerinnen und Bürgern aufgetaucht. Manche haben sich demnach auch schon telefonisch bei der Stadt gemeldet, weil sie sich über den Inhalt des vermeintlichen Infoblattes gewundert haben.
Besucher des Ulmer Weihnachtsmarkts werden darin aufgefordert, sich per Mail oder Telefon bei der Stadt Ulm zu melden. Für 2,50 Euro werde einem dann eine "schriftliche Unbedenklichkeitserklärung" des Verfassungsschutzes ausgestellt. Damit sei dann der Besuch des Weihnachtsmarkts möglich. Das stimme nicht, schreibt die Stadt Ulm. Sie distanziert sich ausdrücklich von den Aussagen.
Solche Fake-Flyer sind auch in mehreren anderen Städten und Bundesländern aufgetaucht, jeweils mit städtischen Telefonnummern, zum Beispiel in Bielefeld. Dort ermitteln jetzt der Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bielefeld.