Kringel, Schleifen und Schlaufen: Über dem Ostalbkreis und Oberschwaben zogen sich am Donnerstag auffallend viele, ungewöhnlich verschlungene Kondensstreifen über den Himmel. Viele Menschen wunderten sich und teilten Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken. Was war da los am Himmel?
Bundeswehr: Keine Romantik, sondern Üben für den Ernstfall
Auf SWR-Anfrage bestätigt ein Bundeswehr-Sprecher: Die Kondensstreifen seien die Folge von Übungsflügen, die die Luftwaffe am Donnerstagvormittag über Oberschwaben und dem Allgäu geflogen ist. Vier Jets waren laut Bundeswehr zwischen drei und 20 Kilometern in der "Temporary Reserved Airspace" (TRA) Allgäu unterwegs. Auch über Ellwangen und dem Rems-Murr-Kreis haben Menschen das Phänomen beobachtet.
Ein Verzicht auf reale Übungsflüge ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht möglich.
Die Ausbildung der Luftwaffe-Piloten findet heute zum großen Teil am Flugsimulator statt, so ein Bundeswehrsprecher. Einsätze unter realen Bedingungen seien aber weiterhin nötig - und regelmäßiges Training dringend erforderlich. Zwar spiele Umwelt- und Ressourcenschonung eine wichtige Rolle in der Pilotenausbildung, doch um im Verteidigungsfall einsatzbereit zu sein, könne die Luftwaffe auf Übungen wie am Donnerstag nicht verzichten.