Bei einem Lawinenunglück in den italienischen Alpen ist ein Mann aus Westerheim im Alb-Donau-Kreis ums Leben gekommen. Der 54-Jährige war beim Skiwandern unterwegs gewesen. Das Unglück ereignete sich bereits vor einer Woche im Aostatal, nahe der französischen Grenze.
Nun wurde bekannt, dass der Mann aus Westerheim auf der Schwäbischen Alb kam. Das bestätigte sein persönliches Umfeld dem SWR. Der Mann war mit einer Gruppe anderer Deutscher auf einer Skitour auf rund 2.500 Metern Höhe unterwegs gewesen. Die Route befindet sich nahe der Gemeinde Saint-Nicolas.
Schlechte Wetterbedingungen behinderten Rettungsmaßnahmen
Eine Lawine erfasste die Gruppe. Zwei der Skitourengeher wurden verschüttet. Die anderen alarmierten sofort die Bergrettung und begannen, die Verschütteten auszugraben. Laut Medienberichten, die sich auf die italienische Nachrichtenagentur ANSA berufen, ging am vergangenen Donnerstag gegen 13:30 Uhr der Notruf bei der Bergwacht ein.
Laut ANSA war daraufhin ein Rettungshubschrauber im Unglücksgebiet im Einsatz. Schlechte Sicht und starker Wind hätten jedoch zunächst eine Landung verhindert. Als die Rettungskräfte eintrafen, war der 54-Jährige zwar aus dem Schnee befreit, aber stark unterkühlt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er später starb.
Angesichts starker Schneefälle ist die Lawinengefahr in vielen europäischen Wintersportregionen derzeit hoch. In den vergangenen Wochen meldeten Behörden in mehreren Ländern Tote durch schwere Lawinenabgänge, darunter in Österreich, Frankreich, der Schweiz und Italien. Beim jüngsten Unglück im Aostatal soll die Lawinenwarnstufe vier von fünf bestanden haben.