Jahrelange merkwürdige Serie im Kreis Neu-Ulm

66-Jähriger soll auf Autos in Senden geschossen haben

Ein 66-jähriger Mann soll jahrelang in Senden im Kreis Neu-Ulm auf geparkte Autos geschossen haben. Jetzt hat ihn die Polizei ermittelt. Das Motiv ist bislang unklar.

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Von Autor/in Peter Köpple

Die Ermittler sprechen von einer ganzen Serie: Über fast vier Jahre hinweg soll der Mann immer im Sendener Stadtteil Ay geparkte Fahrzeuge sowie Gegenstände auf Privatgrundstücken durch Schüsse mit Stahlkugeln beschädigt haben. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Mehrere Waffen und Stahlkugeln liegen auf einem Tisch. Die Steinschleudern, Luftdruckwaffen und anderen Gegenstände wurden von der Polizei bei einem 66-jährigen Tatverdächtigen aus Senden-Ay gefunden.
Die Polizei hat unter anderem Steinschleudern, Luftdruckwaffen und zahlreiche Stahlkugeln sichergestellt. Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Polizei stellt zahlreiche Waffen sicher

Nachdem sich die Vorfälle im vergangenen Juni und Juli noch einmal gehäuft hatten, habe sich der Tatverdacht gegen den 66-Jährigen erhärtet. Am Mittwoch wurde sein Anwesen, ebenfalls im Stadtgebiet von Senden, durchsucht. Die Beamten fanden Steinschleudern, Luftdruck- und Schreckschusswaffen, die zum Teil noch extra scharf gemacht wurden. Das Bayerische Landeskriminalamt untersucht derzeit die Spuren.

Noch völlig unklar ist das Motiv des mutmaßlichen Schützen. Der Mann habe sich dazu noch nicht geäußert, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend. Gegen den 66-Jährigen wird jetzt wegen Sachbeschädigungen und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

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