Ziel ist Klimaneutralität

Neues Mobilitätskonzept: Stadtverwaltung Ulm setzt auf mehr Fahrrad und ÖPNV

Verkehr vermeiden, Alleinfahrten mit dem Pkw reduzieren, die Stadtverwaltung Ulm setzt bei Arbeitswegen und Dienstfahrten ihrer Beschäftigten immer mehr auf umweltfreundliche Alternativen.

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Von Autor/in Carola Kührig

Die Stadtverwaltung Ulm will klimaneutral werden und setzt bei der Mobilität ihrer Beschäftigten künftig mehr auf umweltfreundliche Alternativen. Dazu soll auch ein sogenanntes behördliches Mobilitätsmanagementkonzept, kurz BMM, beitragen. Das 115-seitige Konzept sieht unter anderem vor, dass städtische Beschäftigte in Ulm künftig weniger mit dem Auto unterwegs sind. Zuerst hatte die "Südwest Presse" berichtet.

Mobilitätsverhalten anpassen für eine klimaneutrale Stadtverwaltung

Es gehe nicht darum, auf das Auto zu verzichten, aber man müsse das Mobilitätsverhalten anpassen, erklärte Tim von Winning, Bürgermeister der Stadt Ulm und verantwortlich für den Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. Das betreffe vor allem die Strecken, die man auch gut mit dem Fahrrad, dem Pedelec oder mit dem ÖPNV zurücklegen könne.

Das hat einmal damit zu tun, dass Privatfahrzeuge zu überwiegenden Teilen verbrennungsmotorangetrieben sind, während wir unsere dienstlichen Fahrzeuge inzwischen zumindest zu einem großen Teil elektrisch haben.

Vergabe von rund 800 Autostellplätzen soll neu geregelt werden

Die meisten Stellplätze für Mitarbeiterfahrzeuge gehören der Stadt Ulm. Sie seien nicht angemietet, erklärte von Winning, sondern seien in städtischen Gebäuden als "baurechtlich notwendige Stellplätze" vorhanden.

So entstanden beispielsweise, als die Bürgerdienste in Ulm neu gebaut wurden, laut Bauordnungsrecht auch Stellplätze, die seither Mitarbeitenden zur Verfügung stehen.

Das Rathaus der Stadt Ulm, dort wurde das 115-seitige "Behördliche Mobilitätsmanagementkonzept" vorgestellt. Es sieht unter anderem vor, dass städtische Beschäftigte in Ulm künftig weniger mit dem Auto unterwegs sind, sondern mehr umweltfreundliche Alternativen nutzen.
Die Stadtverwaltung Ulm will klimaneutral werden. Das 115-seitige "Behördliche Mobilitätsmanagementkonzept" sieht unter anderem vor, dass städtische Beschäftigte in Ulm künftig weniger mit dem Auto unterwegs sind, sondern mehr umweltfreundliche Alternativen nutzen. IMAGO / imagebroker

Ungefähr 800 Parkplätze hat die Stadt Ulm für ihre Beschäftigten. Sie will allerdings die Vergabe künftig neu regeln und transparenter machen. Laut Bürgermeister von Winning nutzen Beschäftigte für Dienstfahrten oft ihren Privatwagen. Im Gegenzug bekommen sie den Stellplatz kostenlos. Diese Entscheidung sei vor vielen Jahrzehnten getroffen worden, um den städtischen Fuhrpark zu entlasten.

Nun will die Stadtverwaltung überprüfen, ob die dienstliche Nuitzung von Privatfahrzeugen auch weiterhin vertretbar ist. "Welche Fahrzeuge und Verkehrsmittel für dienstliche Fahrten benutzt werden, das ist etwas, wo wir durchaus auch Einfluss nehmen können", sagt Tim von Winning.

Mobilitätskonzept: Weniger Autos, mehr Pedelecs und ÖPNV

Um Dienststellen im Ulmer Stadtgebiet, wie Kindergärten, Behörden und Ortsverwaltungen zu erreichen, sollen zum Beispiel weitere Pedelecs angeschafft werden. Auch Duschmöglichkeiten für Beschäftigte in den Dienststellen sollen, sofern das möglich ist, ausgebaut werden. Eine Mitfahrplattform der Stadtverwaltung soll zudem helfen, den Fuhrpark mit Elektrofahrzeugen stärker gemeinschaftlich zu nutzen. Umweltbelastende Alleinfahrten mit Verbrennerfahrzeugen will die Stadtverwaltung weitgehend reduzieren.

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