Der erste Schnee liegt auf der Pflanzfläche an einem Hang. Die Fichten, die dort standen, waren vom Borkenkäfer befallen und mussten gefällt werden. Jetzt entsteht dort ein Versuchswäldchen.
25 Freiwillige, vor allem Studierende der Fächer Biologie und Psychologie an der Uni Ulm, graben bei frostigen Temperaturen Löcher und pflanzen rund 50 Zentimeter hohe Setzlinge. Fachleute von Forst BW unterstützen sie dabei. Wie die Universität Ulm mitteilte, werden Buchen, Eichen und Linden jeweils paarweise gepflanzt: Der eine Buchensetzling zum Beispiel kommt aus heimischer Zucht, der andere ist ein fremdländischer Buchensetzling, importiert aus einem anderen Land.
Die Idee dazu hatte Professorin Emma Sayer vom Institut für Botanik: "Wir setzen hier neben eingeführten Baumarten auch auf solche, die unter den für Mitteleuropa prognostizierten künftigen Klimabedingungen gut wachsen dürften und widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse oder Schädlingsbefall sind", erklärt sie.
Noch sei aber wenig darüber bekannt, wie sich die Bäume außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes tatsächlich entwickeln werden. Das sollen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Studierenden erforschen, in Studien, Bachelor- und Masterarbeiten.