Halbjahresbilanz der Unfallzahlen

Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg 2025 gestiegen

Die Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg ist im ersten Halbjahr 2025 gestiegen. Laut einer Bilanz des Innenministeriums stirbt fast täglich ein Mensch bei einem Unfall.

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Stand

Von Autor/in Knut Bauer

Im ersten Halbjahr 2025 sind auf den Straßen in Baden-Württemberg mehr Menschen ums Leben gekommen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Vor allem bei Verkehrsunfällen mit Pedelecs ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen. Und auch mit E-Scootern verzeichnet die Polizei immer mehr Unfälle. Das zeigt die neue Unfallbilanz des Innenministeriums für das erste Halbjahr 2025.

188 Menschen haben im ersten Halbjahr auf den Straßen Baden-Württembergs ihr Leben verloren. 160 waren es in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Ein trauriger Anstieg um fast 20 Prozent. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt im Halbjahresvergleich in etwa gleichgeblieben ist: Rund 151.000 Verkehrsunfälle hat die Polizei von Januar bis einschließlich Juni 2025 registriert.

BW-Innenminister fordert: Runter vom Gaspedal

Die deutliche Zunahme bei den Verkehrstoten führt das baden-württembergische Innenministerium auf Raserei zurück. Mehr als ein Drittel der Menschen starb aufgrund überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit. Auch in den Vorjahren war das schon die Unfallursache Nummer eins.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) appelliert daher an Verkehrsteilnehmende, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Hier geht es um Menschenleben - das muss in alle Köpfe.

Mehr Unfallopfer mit Pedelecs

Im ersten Halbjahr 2025 sind 22 Pedelec-Fahrer bei Unfällen getötet worden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, da waren es 9. Was besonders auffällt: 16 der 22 Unfalltoten mit Pedelecs waren Senioren.

Baden-Württemberg

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Pedelecs sind beliebt, aber auch riskant: 2025 kamen bereits mehr Menschen bei Unfällen ums Leben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Warum das Risiko steigt.

Diese Altersgruppe ist damit deutlich überrepräsentiert. Das Innenministerium erklärt das damit, dass immer mehr ältere Menschen mit E-Bikes unterwegs sind. Mit den steigenden Nutzerzahlen nehme auch die Zahl der Unfälle zu. Schwere Unfallfolgen resultierten auch aus den hohen Geschwindigkeiten, die der Elektroantrieb mit dem Fahrrad ermöglicht.  

Unfälle mit E-Scootern nehmen weiter zu

841 Verkehrsunfälle mit sogenannten Elektro-Kleinstfahrzeugen verzeichnet die Bilanz fürs erste Halbjahr. In absoluten Zahlen nicht besonders viel - mit einem Plus von 44 Prozent allerdings der größte Anstieg im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln. Mehr als zwei Drittel der Unfälle mit E-Scootern haben die Fahrer selbst verursacht. Vier E-Scooter-Lenker sind bei Unfällen ums Leben gekommen.

Innenminister Thomas Strobl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass E-Scooter Kraftfahrzeuge seien. Daher gelten in Bezug auf Alkohol und Drogen die gleichen Regeln wie für Autofahrer. Tatsächlich spielen Drogen bei den Unfallursachen inzwischen eine größere Rolle: Während die Zahl alkoholbedingter Unfälle um fast 10 Prozent gesunken ist, gibt es bei Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss einen Anstieg um 30 Prozent.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Knut Bauer
SWR-Reporter und -Redakteur Knut Bauer
Onlinefassung
Dennis Just
SWR Aktuell-Redakteur Dennis Just

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