Ungewöhnliche Lichter am Morgenhimmel sorgen nach Angaben der bundesweit tätigen Ufo-Meldestelle CENAP derzeit bei vielen Menschen für Rätselraten. Seit Montag seien wegen des Phänomens zahlreiche Anfragen eingegangen, berichtet der Leiter der Meldestelle, Hansjürgen Köhler. Von "Drohnen-Zwillingen, Himmels-Autoscheinwerfern und Sternen, die es so nicht gibt" sei dabei die Rede gewesen.
Die meisten Anfragen erreichten die Meldestelle aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Aber auch Menschen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen meldeten sich.
Auch die Perseiden sind derzeit am Nachthimmel gut zu sehen:
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"Planeten-Tanz" von Jupiter und Venus
Die Erklärung liefert die CENAP auch: Bei den beiden hellen Punkten am Morgenhimmel handelt es sich demnach um die beiden Planeten Jupiter und Venus, die derzeit von der Erde aus beobachtet eng beieinander stehen. Diese Konstellation werde noch ein paar Tage anhalten, biete aber keinen Grund für irgendeine Art von Besorgnis. "Viele Menschen haben aufgeregt angerufen oder Mails geschrieben", berichtet CENAP-Leiter Köhler. Der "Planeten-Tanz am Himmel" habe in ganz Deutschland für Verwunderung gesorgt.
Venus und Jupiter seien besonders hell und daher auch in der morgendlichen Dämmerung, wenn andere Sterne schon verblasst seien, noch gut zu sehen. In den nächsten Nächten wird das Duo laut Köhler dann übereinander stehen.