Das Orkantief "Detlef" über dem Nordmeer hat auch in Baden-Württemberg das Wetter bestimmt. Die Sturmfront sorgte am Samstag für zahlreiche Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. Besonders betroffen waren der Hochrhein, der Oberrhein und der Schwarzwald, teilten die Integrierten Leitstellen mit.
Zwei Verletzte im Südschwarzwald
Zwischen 9 Uhr und 19 Uhr wurden demnach in den betroffenen Landkreisen zahlreiche Bäume entwurzelt, Äste abgeknickt und Bauzäune umgeweht. Mehrere Land- und Kreisstraßen wurden zeitweise gesperrt, konnten aber in vielen Fällen schnell wieder freigegeben werden. Der Sachschaden blieb nach bisherigen Erkenntnissen überschaubar.
Zwei Menschen wurden den Angaben zufolge bei dem Unwetter schwer verletzt. In Dachsberg (Kreis Waldshut) im Südschwarzwald wurde ein Kleinbus von einem umstürzenden Baum getroffen, als dieser auf einer Nebenstraße zwischen den Ortsteilen Bildstein und Urberg unterwegs war. Der 58 Jahre alte Fahrer erlitt dabei sehr schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Seine 57-jährige Beifahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt und kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.
Auswirkungen des Sturms in mehreren Regionen
Auch in der Region Ludwigsburg berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen. Der Raum Göppingen sei ebenfalls stärker betroffen gewesen, sagte eine Polizeisprecherin in Ulm. Verletzte habe es aber nicht gegeben. Das Polizeipräsidium in Aalen zählte auch mehrere unwetterbedingte Einsätze. Etwa 50 Mal seien Polizei und Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume im Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis und der Region Schwäbisch Hall ausgerückt.
Ruhiger war es hingegen im Südosten des Landes. Das Polizeipräsidium in Konstanz meldete am Sonntagmorgen lediglich zwei Einsätze.
Sonntag bleibt verregnet und windig
Am Sonntag wechseln sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) voraussichtlich Sonne und dichte Quellwolken ab. Es bleibe windig mit teils stürmischen Böen - besonders im Bergland, so die Meteorologen. Schauer und einzelne Gewitter seien weiterhin möglich. Die Höchstwerte erreichen je nach Lage dem DWD zufolge zwischen 8 Grad auf der Albhochfläche und bis zu 16 Grad entlang von Rhein und Neckar.
Auch am Montag bleibt das Wetter laut Vorhersage durchwachsen. Zeitweise könne es regnen. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 9 und 17 Grad. Schon im Laufe des Dienstags soll sich die Sonne aber immer häufiger zeigen. Am Mittwoch dürfte es ebenfalls zeitweise sonnig werden und meist trocken bleiben. Die Temperaturen steigen laut DWD etwas an und sollen am Rhein in der Spitze sogar knapp unter der 20-Grad-Marke liegen. Nachts fallen sie demnach aber örtlich auf bis zu 5 Grad. Zudem sei - typisch Herbst - mit Nebel zu rechnen.