Die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg sind seit einigen Tagen geöffnet. Insgesamt sei die Sicherheitslage nach wie vor angespannt, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag. "Wir haben keine konkreten Hinweise, aber wir sprechen von einer abstrakten Gefahrenlage."
Dennoch gebe es keinen Anlass, Weihnachtsmärkte und vorweihnachtliche Veranstaltungen zu meiden, betonte Strobl. "Wir werden alles dafür tun, dass Weihnachtsmärkte sicher sind", sagte Strobl. Er hoffe auf eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit, sagte der Innenminister. Es gebe keinen Grund zur Panik oder dazu, Angst zu haben - dennoch: "Dass man wachsam bleibt, ist nie ein Fehler", so der Innenminister. Ende vergangener Woche hatte auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zu Wachsamkeit aufgerufen.
Mit interaktiver Karte Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte 2024 in BW
Glühwein, der Duft von gebrannten Mandeln und Lichterketten: In Baden-Württemberg haben wieder Weihnachtsmärkte geöffnet. Jeder Markt hat seine Besonderheiten.
Waffenverbotszone auf Weihnachtsmärkten in BW
Die Veranstalter der Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg haben zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, wie etwa Poller und mehr Sicherheitspersonal. Ebenso werde die Polizei verstärkt vor Ort sein, sagte Strobl. Aufgrund der letzten Änderung des Waffenrechts handelt es sich bei öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten um Waffenverbotszonen. Es gilt dort ein Messer- und Waffenverbot. Auf Weihnachtsmärkten darf die Polizei deshalb anlasslose Taschenkontrollen durchführen.
Weihnachten in Heilbronn, Schwäbisch Hall und Bad Wimpfen Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt - das setzen Polizei und Veranstalter um
Damit sich Besucher auf den Weihnachtsmärkten in Heilbronn und Bad Wimpfen sicher fühlen, setzen die Veranstalter auf bewährte Konzepte. Auch das Waffenverbot wird umgesetzt.
Die Polizei soll künftig auf öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten noch leichter und selbstständiger Waffenkontrollen durchführen können. Bislang werden Polizisten bei der Durchsetzung von Waffenverboten teils von Mitarbeitern der Rathäuser und Landratsämter begleitet. Man plane, noch vor Weihnachten mit einer neuen Verordnung die Kommunen zu entlasten, damit die Polizei stärker alleine kontrollieren könne, kündigte Strobl an.