Die Situation auf den Wohnungsmärkten im Land bleibe angespannt, hat der Verband der baden-württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (vbw) am Dienstag bilanziert. Der Bedarf nach Wohnungen sei enorm: Es fehlten 192.000 Wohnungen im Land, so die Angabe einer Pestel-Studie von vergangenem Herbst. Dagegen sind 2025 in Baden-Württemberg - laut Statischem Landesamt - nur 24.899 Wohnungen fertig gestellt worden. Das sei ein Rückgang von etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Nur 2.800 neue Sozialwohnungen
Auch beim sozialen Wohnungsbau stellt der Verband der Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg einen deutlichen Rückgang von 31 Prozent fest. Im vergangenen Jahr seien in diesem Bereich lediglich 2.815 Wohnungen fertig gestellt worden, im Jahr davor seien es noch 4.084 gewesen. Insgesamt gibt es im Verband 276 gemeinwohlorientierte Unternehmen. Sie bauen hauptsächlich Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau, meist im bezahlbaren Segment.
Die gesunkenen Baufertigstellungszahlen machen deutlich, wie dringend bessere Rahmenbedingungen für das Bauen sind.
Zahl der Baugenehmigungen steigt
Der Wohnungsbau leide unter den stark gestiegenen Baukosten und höheren Bauzinsen sowie einer deutlichen Überregulierung, erklärte der Verband. Die Branche schöpft aber Hoffnung. So sei die Zahl der Baugenehmigungen gestiegen. Außerdem gebe es positive Signale aus der Politik. Wenn die wohnungspolitischen Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag der Landesregierung umgesetzt werden, könne Bauen einfacher und bezahlbarer werden, so der Präsident des Verbandes der baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Peter Bresinki.