Gewitter sind möglich

Ende der Hitzewelle in Sicht: Kommt jetzt die Schafskälte?

Die ersten sommerlichen Temperaturen haben Baden-Württemberg dieses Jahr bereits im Mai erreicht. So wird das Wetter in der zweiten Pfingstferienwoche.

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Von Autor/in Hannah Fritsch

In der ersten Woche der Pfingstferien konnten sich die Menschen in Baden-Württemberg über Bade- und Ausflugswetter freuen. Die Schwimmbäder füllten sich, ebenso die Schlangen an den Eisdielen im Land. Nach dem Wochenende kippt jedoch das Wetter.

Wie ändert sich die Wetterlage?

Am Samstag geht es erst einmal sommerlich weiter. Die Temperaturen in Baden-Württemberg klettern auf bis zu 30 Grad - am Oberrhein sind sogar 34 Grad möglich. "Allerdings ist das jetzt vorläufig das Ende dieser stabilen, frühsommerlichen Wetterphase", erklärt SWR-Wetterexperte Andreas Machalica. Bereits am Samstag könne man an vereinzelten Schleierwolken am Himmel diese Trendwende erkennen.

Wo sind am Wochenende Gewitter möglich?

Im Norden des Landes erwartet der SWR-Wetterexperte ab Samstag dichtere Wolken. Auch erste Regenschauer oder Gewitter seien möglich, insbesondere im Odenwald oder in der Main-Tauber-Region. "Am Sonntag breiten sich dann Regenschauer und Gewitter in ganz Baden-Württemberg aus", so Machalica.

Am Wochenende wird die Luft schwüler werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Wochenende außerdem mit möglichen Starkregenfällen. Laut Machalica könne am Sonntag teilweise noch die Sonne scheinen, die schwüle Luft komme aber überall im Land an. Außerdem kühle es am Wochenende ab: Die Temperaturen würden zwischen 24 und 29 Grad erreichen.

So wird das Wetter in der zweiten Pfingstferienwoche

"Wir werden in der nächsten Woche insgesamt wechselhaftes Wetter haben. Es kann aber auch noch einmal ein paar Stunden die Sonne scheinen", so Machalica. Der Montag bleibt laut dem SWR-Wetterexperten freundlich, mit sommerlichen Temperaturen bis etwa 27 Grad. Ab Dienstag würden Baden-Württemberg neue Regenschauer und Gewitter erreichen. Für die weitere Woche erwartet er unbeständiges Wetter mit einer Mischung aus Sonne, Wolken oder auch Gewittern. "In der zweiten Wochenhälfte fallen die Temperaturen auf etwa 20 Grad, in höheren Berglagen kann es noch kühler werden", prognostiziert Machalica.

Nächste Woche ist das Wetter nicht mehr so verlässlich und stabil.

Kommt die sogenannte Schafskälte?

Findet in der Zeit vom 5. bis 15. Juni ein kräftiger Kälteeinbruch statt, wird dieses Wetterphänomen gewöhnlich als Schafskälte bezeichnet. Mit Blick auf die kühleren Temperaturen in der kommenden Woche spricht Machalica von einer "Schafskälte light". Ob es danach noch weiter abkühlt, das müsse sich noch zeigen.

SWR-Redakteurin Samantha Ngako im Gespräch mit SWR-Wetterexperte Andreas Machalica zum Wetter in den kommenden Tagen und dazu, was die Zeit um den Siebenschläfertag über das Sommerwetter aussagen könnte.

Wie wird der Sommer dieses Jahr?

"Am 27. Juni ist der sogenannte Siebenschläfertag", erklärt Machalica. Einer alten Bauernregel zufolge bestimme dieser Tag das Wetter für die kommenden sieben Wochen. "Es ist aber natürlich in der Realität so, dass nicht ein einziger Tag über das Schicksal des Wetters für die nächsten sieben Wochen entscheidet", sagt Machalica. Jedoch lasse sich der Charakter des Sommers anhand der Witterungsverhältnisse Ende Juni/Anfang Juli durchaus gut abschätzen. Besteht in dieser Zeit eine stabile Hochdrucklage, dann könne sich diese Wetterlage bis in den August hinein halten.

Das Gleiche gelte für wechselhaftes Wetter mit zahlreichen Regenfällen in diesem Zeitraum. "Dieses unbeständige Wetter kann sich dann auch über weite Strecken des Hochsommers halten", so der SWR-Wetterexperte. Gerade in Süddeutschland treffe die Bauernregel relativ gut zu. Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich das Wetter für den Siebenschläfertag Ende Juni aber noch nicht prognostizieren. Es bleibt daher momentan offen, wie sich der weitere Sommer entwickelt.

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