In den 22 anerkannten Fällen wurde ein dauernder Gesundheitsschaden festgestellt. Laut Behörde gehören dazu unter anderem epileptische Anfälle, eine erhöhte Blutungsneigung oder Thrombosen. In 15 Fällen sei der Schaden für die Gesundheit so stark, dass der Staat eine monatliche Rente zahle – zwischen rund 400 und 2.200 Euro.
Meiste anerkannte Impfschäden bei BioNTech-Impfstoff
Die meisten anerkannten Impfschäden gibt es nach Angaben des Landesversorgungsamtes bislang bei dem Hersteller BioNTech aus Mainz (8), gefolgt von AstraZeneca (7) sowie Johnson & Johnson (6). Die wenigsten anerkannten Impfschäden gibt es Rheinland-Pfalz beim Hersteller Moderna (1).
Zur Einordnung: Von den insgesamt mehr als 9,8 Millionen Impfungen in Rheinland-Pfalz erfolgten laut Robert-Koch-Institut die meisten mit dem Impfstoff des Herstellers BioNTech aus Mainz (mehr als 7 Millionen), gefolgt vom Hersteller Moderna (mehr als 1,5 Millionen) und den Herstellern AstraZeneca (rund 630.000) und Johnson & Johnson (rund 170.000).
Mehr als 700 Anträge auf Entschädigung wegen Corona-Impfschäden
Nach Angaben des Landesversorgungsamtes gibt es in Rheinland-Pfalz bis jetzt 754 Anträge auf Entschädigung wegen Corona-Impfschäden. Die meisten davon (647) seien abgelehnt worden. Vor allem, weil kein Zusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden und der Impfung festgestellt werden konnte, so das Landesversorgungsamt.
Zu vermuteten Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung gibt es auf Landesebene keine Zahlen. Diese werden bundesweit vom Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen erfasst.
Das Institut teilte dem SWR auf Anfrage mit, dass es zum Stand 31.12.2024 bundesweit 3.086 Todesfälle gebe, bei denen der Verdacht bestehe, dass sie im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung stehen.
Davon sei in 74 Fällen nach einer Kausalitätsbewertung der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Zusammenhang des Todes mit der Corona-Impfung wahrscheinlich - aber nicht bestätigt, so das Institut.