Tipps für einen guten Urlaubsstart

Sommerferien in RLP: Auf diesen Strecken drohen Staus

Am Freitag haben in Rheinland-Pfalz die Sommerferienzeit begonnen. Viele Familien nutzen das Wochenende, um direkt in den Urlaub zu starten. Doch die Staugefahr ist groß. Mit diesen Tipps kommen Sie entspannter ans Ziel.

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Von Autor/in Mark Kalbus

Wann sollte ich losfahren?

Die besten Reisetage sind laut ADAC der kommende Montag und Dienstag (7. und 8. Juli). Voll werde es auf den Reiserouten dagegen zum Ferienstart am Samstagvormittag sowie am Sonntagnachmittag. Aber auch Mittwoch und Donnerstag in der kommenden Woche seien verkehrsintensivere Tage aufgrund des Berufsverkehrs. Die Experten raten zudem zu Nachtfahrten, falls möglich. Insbesondere die intensive Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr sollte man meiden und nach Möglichkeit für eine Pause im Schatten nutzen. 

Um den Reiseverkehr zu entlasten, gilt übrigens ein Fahrverbot für schwere Lastwagen - und zwar an allen Samstagen vom 1. Juli bis 31. August zwischen 7 und 20 Uhr.

Wo könnte es Staus geben?

Laut ADAC dürfte das Verkehrsaufkommen vor allem auf der A3 und der A61 groß sein. Die A3 ist eine wichtige Nord-Süd-Achse, über die A61 wiederum reisen viele Menschen nach Süden und Westen. Auch auf der A6 zwischen St. Ingbert und dem Autobahndreieck Saarbrücken im Saarland könnte es zu Staus kommen. Die Strecke dient als wichtige Verbindung nach Paris. Weitere Stau-Schwerpunkte sind die A48 und die A1 in Richtung Trier.

Auch rund um Mainz und Kaiserslautern, insbesondere auf der A60 und A63, sei aufgrund von Baustellen mit Staus und Verzögerungen zu rechnen. Auf der A60 bei Mainz-Finthen kommt es ab Montag, 7. Juli, zu zusätzlichen Behinderungen. Wegen Sanierungsarbeiten wird die Gonsbachtalbrücke bis 2. September nachts voll gesperrt.

Der ADAC weist zudem auf zwei Baustellen besonders hin: Auf der A6 bestehe zwischen dem Kreuz Walldorf und der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg erhöhte Staugefahr. Zwischen Sembach und der Anschlussstelle Göllheim stehe auf der A63 in beide Richtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Einen Überblick über die größten Baustellen und Vollsperrungen bietet der ADAC in seiner Stauprognose.

Muss ich durch eine Grenzkontrolle?

Seit Anfang Mai finden an allen deutschen Grenzen verschärfte Kontrollen statt - und zwar nicht nur bei der Ein-, sondern teilweise auch bei der Ausreise, etwa nach Frankreich. Außerdem führen einige Nachbarländer eigene Grenzkontrollen durch - etwa die Niederlande und - ab dem 7. Juli - auch Polen.

Die Bundespolizei überprüft Fahrzeuge zwar nur stichprobenartig. Es ist dennoch ratsam, Wartezeiten einzuplanen. Das gilt laut ADAC vor allem für die Autobahnübergänge Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim).

Wann sollte ich tanken?

Mit vollem Tank fährt es sich deutlich entspannter. Experten empfehlen dafür den Abend vor der Abfahrt. Dem ADAC zufolge sind die Preise zwischen 19 und 20 Uhr am niedrigsten - egal, ob es um Super E10 oder Diesel geht. Auch am früheren und späteren Abend ist Sprit noch verhältnismäßig günstig. Am meisten zahlt man laut ADAC dagegen morgens zwischen 7 und 8 Uhr - insbesondere für Diesel.

Diesel- und Benzinpreise So tanken Sie heute günstig

Spritpreise am 16. Juni 2026: Superbenzin kostet im Mittel 1,89€, E10 1,84€ und Diesel 1,78€ in Deutschland. So teuer ist es in Ihrer Nähe.

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Geht der Sprit während der Fahrt zur Neige, sollte man unbedingt von der Autobahn abfahren. Denn Autobahn-Tankstellen verlangen deutlich höhere Preise. Das liegt daran, dass die Betriebe fast alle zu der Gesellschaft "Tank & Rast" gehören. Diese hat eine dominante Stellung im Tankgeschäft an Autobahnen inne und muss kaum Wettbewerb bei den Preisen fürchten.

Rettungsgasse bilden: Wie geht das?

Staut sich der Verkehr dann doch mal auf der Autobahn, sollte man rechtzeitig an eine Rettungsgasse denken. Was viele Autofahrer nicht wissen: Eine Rettungsgasse muss schon dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt. Also nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen. Wie es genau geht:

Kommt es nach einem Unfall zum Stau, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Dabei gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand. Autos auf anderen spuren fahren nach rechts. So können Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zur Unfallstelle fahren.

Was erwartet Flugreisende in Frankfurt und am Hahn?

Der Flughafen Hahn erwartet in den Ferienmonaten Juli und August rund 380.000 Passagiere. Mit einem Einzugsgebiet von rund 200 Kilometern gilt der Flughafen als Drehscheibe für Flüge an das Mittelmeer, auf das europäische Festland und nach Nordafrika. Um entspannt in den Urlaub zu starten, raten die Airlines ihren Fluggästen, etwa zwei bis drei Stunden vor Flugbeginn am Flughafen zu sein. Außerdem sei es ratsam, vor dem Reiseantritt alle Dokumente auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. 

In den Schatten gestellt wird der Hahn durch den Frankfurter Flughafen: Dieser erwartet bereits am ersten Ferienwochenende bis zu 215.000 Fluggäste. Im Zeitraum vom 4. bis 17. Juli könnten es dann sogar neun Millionen werden, heißt es. Ähnlich wie der Hahn rät auch der Frankfurter Flughafen dazu, nicht zu spät, aber auch nicht zu früh im Terminal zu erscheinen.

Worauf müssen sich Zugpassagiere einstellen?

Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, in den Sommerferien grundsätzlich einen Sitzplatz zu reservieren. Außerdem sollten sich Kundinnen und Kunden vor der Abfahrt über die Auslastung ihres Zuges informieren, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Das erfahre man auf der Homepage der Bahn sowie in der App "DB Navigator". "Bei sehr ausgelasteten Zügen kann es sinnvoll sein, einen früheren oder späteren Zug zu nutzen.“ Vor allem die Wochenenden am Ferienanfang und -ende seien in der Regel sehr reisestark.

Ausgebremst werden können Bahnpassagiere auch durch die diversen Bauarbeiten des Unternehmens. Hier ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen:

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Autor/in
Mark Kalbus
Mark Kalbus ist Online-Nachrichtenredakteur bei SWR Aktuell Rheinland-Pfalz.