Rheinland-Pfalz liegt laut Verband zwar weiter knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 16, 1 Prozent. Aber von Entwarnung könne keine Rede sein. Die Armutsquote sei binnen zwei Jahren deutlich gestiegen.
Nach dem neuen Bericht leben bundesweit 13,3 Millionen Menschen in Armut - so viele wie nie seit 2020.
Die soziale Lage bleibt angespannt und die Entwicklung verläuft besorgniserregend.
Armutsquote in der Region Trier am höchsten
In Rheinland-Pfalz gibt es laut Verband erhebliche regionale Unterschiede. Besonders deutlich sticht demnach die Region Trier hervor: Hier liegt die Armutsquote bei 21,4 Prozent und damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.
"Armut ist keine abstrakte Kennzahl. Sie wird vor Ort sichtbar, in Städten, Regionen und Lebenslagen", sagt Stappen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland warnt daher vor weiteren Einschnitten bei sozialen Leistungen.
Gerade in Regionen mit hoher Armutsbetroffenheit sei eine verlässliche soziale Infrastruktur unverzichtbar. Wer soziale Leistungen kürze, "verschärft Problemlagen und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt." Nötig seien armutsfeste Sozialleistungen, auskömmliche Erwerbseinkommen, bezahlbares Wohnen sowie starke Beratungs- und Unterstützungsangebote vor Ort."