Nach Wissing-Rückzug aus Partei

Daniela Schmitt will neue Parteichefin der FDP Rheinland-Pfalz werden

Die stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt hat erstmals konkret angekündigt, dass sie für den Parteivorsitz in RLP kandidieren will. Bisher hatte sie nur davon gesprochen, auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen.

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Von Autor/in Armin Angele

Schmitt, die auch Wirtschaftsministerin in der rheinland-pfälzischen Ampelregierung ist, äußerte sich bereits am Wochenende auf einem Bezirksparteitag in Koblenz entsprechend. Das bestätigte der FDP-Landesverband dem SWR. Die FDP in Rheinland-Pfalz will auf einem Landesparteitag am 5. April die Nachfolge des zurückgetretenen Parteichefs Volker Wissing klären.

Der Bundesverkehrsminister hatte nach dem Ampel-Aus in Berlin auch die FDP verlassen, blieb aber als Parteiloser Mitglied der alten Bundesregierung.

Rheinland-Pfalz-FDP muss sich neu aufstellen

Zur Zeit teilen sich die beiden stellvertretenden Landesvorsitzenden Schmitt und die Noch-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad die Führungsaufgabe in der Landes-FDP. Die Liberalen haben insgesamt schwierige Monate hinter sich - Anfang November das Ampel-Aus in Berlin, dann der überraschende Tod von Justizminister Herbert Mertin. Deshalb muss sich die Partei personell neu aufstellen.

Weitere Kandidaturen für Landesvorsitz sind möglich

Weitere Kandidaturen scheinen aber weiterhin möglich. FDP-Landtagsfraktionschef Philipp Fernis sagte dem SWR: "Wenn Daniela Schmitt den Landesvorsitz übernehmen will, dann wird ihr das keiner streitig machen“. In der Landespartei soll es aber in den vergangenen Wochen auch Kritik an Schmitt gegeben haben, weil sie sich gegenüber Medien oft sehr zögerlich äußert.

Daniela Schmitt ist seit 2021 Wirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Die 52-Jährige lebt im rheinhessischen Alzey. Vor ihrer Zeit in der Politik absolvierte sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte danach Sparkassenbetriebswirtschaft. 

Wer wird neuer Landesjustizminister?

Aber auch die Nachfolge des verstorbenen Justizministers Mertin ist noch ungeklärt. Nach SWR-Informationen haben Justizstaatssekretär Matthias Frey und Fraktionschef Fernis die besten Karten für diesen Posten.

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Autor/in
Armin Angele
Onlinefassung
Christian Papadopoulos