Wie schlimm könnte es bei mir werden?

3D-Simulation zeigt Auswirkungen von Hochwasser und Starkregen in RLP

Welche Folgen hätten eine Sturzflut, Starkregen und Hochwasser auf das eigene Haus? Ein neues Portal des Umweltministeriums RLP zeigt, worauf die Menschen sich einstellen müssten.

Teilen

Stand

Die Menschen in Rheinland-Pfalz können virtuell durchspielen, welche möglichen Folgen Starkregen auf das eigene Haus oder den Arbeitsplatz haben könnten. Mithilfe des "HydroZwilling" können beispielsweise Fragen über die Höhe des Pegels oder ob die eigene Wohnung unter Wasser stehen könnte beantwortet werden.

Von Zuhause aus können Bürgerinnen und Bürger am Computer mit dem 3D-Modell die Szenarien simulieren. Interessierte können eine Adresse eingeben und konkret schauen, wo und wie Wasser voraussichtlich abfließen oder sich stauen würde.

Hochwasser-Simulation eine "Investition in Sicherheit"

Dabei können sie auch die Intensität und Dauer des Regens individuell einstellen und auf das eigene Wohngebiet projizieren lassen. Das wiederum kann helfen, die eigene Hochwasservorsorge zu optimieren. Die Anwendung ist kostenfrei.

Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) nannte das System eine "Investition in Sicherheit". Bundesweit ist es nach Angaben des Ministeriums das erste dieser Art. Kostenpunkt für das Land: rund acht Millionen Euro.

3D-Modell soll bei Bauplanung und Krisenvorsorge in RLP unterstützen

Die Kommunen und Genehmigungsbehörden im Land haben bereits seit vergangenem Dezember Zugriff auf die 3D-Simulation. Sie können sich mit dem Programm beispielsweise auch zeigen lassen, wie Hochwasserschutzwände oder auch Sandsäcke vor Hochwasser und Sturzfluten schützen könnten.

Das Interesse ist laut Ministerium groß: Fast alle großen Städte sowie gut die Hälfte der Verbandsgemeinden und verbandsfreien Städte hätten sich einen Zugang eingerichtet. Das 3D-Modell soll sie auch bei der Bauplanung, Krisenvorsorge und Einsatzplanung unterstützen. Mit der Zeit soll das Portal um weitere Informationen ergänzt werden, zum Beispiel zu Flusshochwasser.

Kaiserslautern

Mehr als 160 Ideen sollen umgesetzt werden So will sich die Stadt Kaiserslautern vor Hochwasser schützen

Die Stadt Kaiserslautern will sich besser vor Hochwasser und Starkregen schützen. Dafür soll jetzt ein Konzept erstellt werden. Aber auch die Bürger können und sollen was tun. 

In der Mediathek | SWR Aktuell 360 Grad Über vier Jahre nach der Ahrtal-Flut: Wiederaufbau und Neuanfang - nicht alle sind zufrieden

Das Ahrtal - mehr als vier Jahre nach der verheerenden Flut ist die Zerstörung noch immer allgegenwärtig. Zwischen Ruinen und Baustellen: Wie lebt es sich jetzt in dieser Region?

Vorbereitung für den Ernstfall Notfallschutz – Wie man privat vorsorgen kann

Hochwasser, Starkregen, Stromausfall: Bei einem Notfall muss es schnell gehen. Dafür lohnt es sich, einen Notfallvorrat anzulegen.

Landesschau Rheinland-Pfalz SWR RLP

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!