Automesse in Idar-Oberstein

Wegen hoher Spritpreise: Mehr Menschen denken über E-Auto-Kauf nach

Die durch den Irankrieg gestiegenen Spritpreise veranlassen viele Menschen dazu umzudenken. Auch bei der Automesse in Idar-Oberstein erwägen einige, sich ein E-Auto zuzulegen.

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In den Messehallen in Idar-Oberstein nehmen Besucher die Neuwagen genau unter die Lupe.

Bei Verbrennern schmerzt seit Beginn des Irankriegs auch die Tankrechnung. Hundert Kilometer in einem Verbrenner kosten mehr als zehn Euro. Elektrisch ist es je nach Ladetarif deutlich günstiger. Ist dieser Vorteil ein Argument für Neuwagen-Interessenten?

Messebesucherin Johanna Junker sagt: "Wenn ich bedenke, vor einem Monat habe ich für 1,60 Euro oder so getankt und wenn ich jetzt tanken gehe, dann sind das schon extreme Unterschiede. Also ich denke, dass ein E-Auto gerade in der jetzigen Zeit da schon Sinn machen würde, auf jeden Fall."

Und Sven Falkenstein meint: "Da bin ich ganz froh, weil ich mir vor 14 Tagen ein Elektroauto gekauft habe und da lächele ich jetzt ein bisschen über die Tankstellenpreise."

Axel Maltry sagt dagegen: "Da gebe ich lieber ein bisschen mehr Geld aus für den Sprit. Wer soll sich die E-Autos leisten können." Elektro-Familienautos kosten schnell mehr als 40.000 Euro. Dennoch melden Online-Autobörsen seit zwei Wochen eine erhöhte Nachfrage nach Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen.

Händler spüren mehr Interesse an E-Autos

Auch die Händler auf der Messe spüren mehr Interesse an E-Autos - wegen der Spritpreise und der staatlichen Förderung. Hans-Jörg Lofi vom Autohaus Lofi sagt dazu: "Als die Förderung bekannt wurde, brach die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos total ein. Aber jetzt durch die hohen Spritpreise ist dort eine Erholung zu sehen. Es ist auch wieder eine Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos."

Keiner weiß, wie lange die Spritkosten so hoch bleiben. Die Betriebskosten sind nur ein Kostenfaktor, sagen die Verkäufer. Ob ein Umstieg auf Elektro sinnvoll sei, hänge auch vom Fahrprofil, den Lademöglichkeiten zu Hause und dem Budget ab.

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SWR