In seiner Bäckerei in Wald-Böckelheim spürt Bäcker Ralf Andrae die gestiegenen Verbraucherpreise. Seine Öfen benötigen viel Energie. Um davon möglichst viel einzusparen, werden die Öfen so effizient wie möglich betrieben. Und Andrae backt kleinere Brote. Auch das spart Energie.
Aber auch im Lebensmittelbereich spürt der Bäcker den Preisdruck: Kürbiskerne seien bis zu 20 Prozent teurer geworden. Laut Händlerauskunft könnte sich das noch steigern, auf bis zu 50 Prozent. Daraus müsste Andrae Konsequenzen ziehen: "Wir müssten dann schauen, ob wir die Kürbiskernbrötchen und Kürbiskernbrote aus dem Sortiment nehmen."
Mineralölprodukte verteuern sich drastisch
Bäcker Andrae steht mit seinen Sorgen nicht alleine da. Im März stiegen die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bundesweit waren es 2,7 Prozent. Hauptursache dafür waren zuletzt die stark gestiegenen Energiekosten infolge des Irankriegs.
Die Preise für Kraftstoffe lagen im März um 25,6 Prozent höher als im Vorjahr, Heizöl verteuerte sich um 25,1 Prozent. Gas und feste Brennstoffe blieben hingegen preislich nahezu unverändert, während Strom um 4,2 Prozent und Fernwärme um 1,2 Prozent günstiger wurden. Ohne den Energiebereich hätte die Inflationsrate im März bei 2,2 Prozent gelegen.
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Lebensmittelpreise entwickeln sich uneinheitlich
Nahrungsmittel kosteten im Schnitt ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Obst sowie Fleisch und Fleischwaren waren über drei Prozent teurer. Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren stiegen im Preis um 8,4 Prozent.
Deutlich günstiger wurden dagegen Speisefette und Speiseöle (minus 15,5 Prozent), Butter (minus 26 Prozent), Quark (minus 23 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 3,1 Prozent).
Kerninflation leicht rückläufig
Die sogenannte Kerninflation - Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel - lag im März unter dem Niveau des Vormonats. Dienstleistungen und Waren wurden im Vergleich zu Februar etwas günstiger.