Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) kündigt an, dass das Städtische Krankenhaus als nächstes ein ambulantes OP-Zentrum bekommen soll. Dort sollen chirurgische Eingriffe so durchgeführt werden, dass die Patienten noch am selben Tag nach Hause gehen können.
Außerdem sucht die Stadt nach weiteren Flächen für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Krankenhaus. "Im Krankenhaus wird der Platz eng. Mittlerweile versorgt unser MVZ pro Jahr circa 25.000 Patienten", sagt Markus Zwick.
Verluste beim Städtischen Krankenhaus in Pirmasens
Doch das Städtische Krankenhaus in Pirmasens schreibt durch hohe Personal- und Sachkosten rote Zahlen. Die Stadt rechnet für dieses Jahr mit einem Verlust von rund elf Millionen Euro.
OB Zwick kritisiert die finanzielle Schieflage des Krankenhauses und macht die bundesweite Krankenhausreform dafür verantwortlich: "Da wird den Krankenhäusern von der Bundespolitik ganz bewusst Geld entzogen, damit hier eine Bereinigung in der Krankenhauslandschaft stattfindet. Man kann auch sagen, es sollen Krankenhäuser geschlossen werden."
Dennoch spricht Markus Zwick von einem Krankenhaus mit Zukunft. "Pirmasens ist ein unverzichtbares Haus. Das ist auch die Sicht des Landes. Es ist ein Zukunftsstandort, der sich wahrscheinlich auch weiter positiv entwickeln wird. Wir planen hier sogar einen großen Neubau", erklärt der Oberbürgermeister.
Städtisches Krankenhaus soll größer werden
Denn 2022 hat das Städtische Krankenhaus mit dem Krankenhaus in Rodalben fusioniert. Mit dem Neubau sollen künftig die Patienten beider Städte am Standort in Pirmasens versorgt werden. Deshalb soll das Städtische Krankenhaus bis voraussichtlich 2032 vergrößert werden.