Das Wetter wird langsam immer besser - sonniger und wärmer. Und dieses Frühlingswetter lockt nach und nach Hobbygärtner in der Westpfalz wieder in ihre Gärten. Jetzt ist die perfekte Zeit, um Beete, Pflanzen und Blumen auf die neue Saison vorzubereiten. Heiko Hübscher vom Rosengarten in Zweibrücken verrät, worauf Sie jetzt besonders achten sollten, damit Ihr Garten bald wieder in voller Pracht erblüht. Hier kommen fünf Tipps vom Experten.
1.Tipp: Pflanzen mit Vlies vor Frost schützen
Auch wenn es tagsüber schon recht warm ist, nachts ist es noch kalt. Einigen Pflanzen macht die nächtliche Kälte noch zu schaffen. Vor allem Zitrusfrüchten, Stauden und Rosen. Um sie vor Frost zu schützen, sollten die Pflanzen nachts mit einem sogenannten Gartenvlies abgedeckt werden, betont Garten-Experte Heiko Hübscher aus Zweibrücken. "Das Vlies bildet eine isolierende Schicht um die Pflanzen. Die sorgt dann dafür, dass die Wärme gespeichert wird und der Frost den Pflanzen nicht schadet."
2.Tipp: Frühjahrsblüher jetzt zurückschneiden
Frühjahrsblüher, wie die Forsythie, sollten im Gegensatz zu anderen Pflanzen bereits jetzt zurück geschnitten werden. Heiko Hübscher erklärt: "Das, was am stärksten geblüht hat, das schneidet man jetzt zurück." So habe der neue Austrieb der Blätter mehr Platz und könne dann im nächsten Frühling schön aufblühen.
3. Tipp: Dünger und Bodenaktivatoren verwenden
Nach dem Winter brauchen Pflanzen und Blumen Nährstoffe, damit sie besser blühen und wachsen können. Sie sollten Ihre Pflanzen und Blumen jetzt also mit einem normalen Dünger düngen. Aber verwenden Sie auch einen sogenannten Bodenaktivator. "Der sorgt dafür, dass die Erde mit Nährstoffen versorgt wird und so die Qualität des Bodens verbessert wird", erklärt Heiko Hübscher vom Rosengarten in Zweibrücken. "Der Bodenaktivator ist maßgeblich für die Bodenfruchtbarkeit und fördert so das Bodenleben."
4.Tipp: Lieber selten gießen, aber dafür mit mehr Wasser
Pflanzen im Garten brauchen Wasser. Aber: Achten Sie darauf Ihre Pflanzen und Blumen nicht zu häufig zu gießen. Wenn, dann mit mehr Wasser. Selbst bei heißen Temperaturen reiche es die Pflanzen alle zwei Wochen zu gießen, erklärt Hübscher. Zwischen 15 und 20 Liter Wasser sollte man pro Quadratmeter zum Gießen verwenden. "Pflanzen, die nicht so häufig gegossen werden, schlagen sehr lange Wurzeln und können Trockenphasen so besser überstehen."
Nicht jede Blattlaus muss mit einem Pflanzenschutzspray bekämpft werden
5. Tipp: Keine Pflanzenschutzmittel verwenden
"Wir haben so viele natürliche Gartenhelfer, da muss man nicht jede Blattlaus mit einem Pflanzenschutzspray bekämpfen", betont Garten-Experte Heiko Hübscher. "Vor allem Vögel, Marienkäfer und Schwebfliegen ernähren sich von Blattläusen und regeln das Problem dann ganz natürlich." Die Pflanzenschutzmittel schaden nicht nur der Umwelt, sondern sind auch für den Mensch nicht ganz ungefährlich. Es gibt viele Mittel, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Deshalb sollte man sich lieber auf die Natur und Insekten verlassen.