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Paprika, Chili und Peperoni: So gelingt die Aussaat und das Pflanzen

Wir haben wertvolle Tipps zur Aussaat und Anzucht von Paprika, Chili und Peperoni. Denn jetzt im Frühjahr ist der perfekte Zeitpunkt, um das Gemüse zu pflanzen und auszusäen.

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Von Autor/in Heike Boomgaarden

Wer im Sommer knackige Paprika, scharfe Peperoni oder aromatische Chilis aus dem eigenen Garten genießen möchte, sollte jetzt im Frühjahr mit der Aussaat beginnen.

Frühe Aussaat ist entscheidend

Chili, Paprika und Peperoni gehören zu den Pflanzen mit der längsten Keimzeit. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig mit der Aussaat zu beginnen. Am besten zieht man die Pflanzen auf der Fensterbank vor. Nach den Eisheiligen – also Mitte Mai – können die Jungpflanzen dann ins Freiland umziehen.

Eine Frauenhand hält mehrere Samen einer Paprika. Im Hintergrund Anzuchterde und Pflanztöpfe.
Die kleinen Samen einer Paprika: Diese Pflanze kann man gut im eigenen Garten anbauen.

Damit die Samen gut quellen und schneller keimen, empfiehlt es sich, sie vor der Aussaat für ein paar Stunden in handwarmes Wasser zu legen. Manche Hobbygärtner lassen sie sogar über Nacht einweichen. Anschließend kommen drei bis vier Samen in ein Töpfchen mit Anzuchterde. Wichtig zu wissen: Chili und Paprika sind Dunkelkeimer. Das bedeutet, dass die Samen mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden müssen – ohne diese Abdeckung würden sie nicht keimen.

Die Töpfchen sollten an einem warmen Platz bei etwa 20 Grad stehen und regelmäßig leicht feucht gehalten werden. Mit diesen Voraussetzungen steht einer erfolgreichen Keimung nichts im Weg.

Die Aussaat und Anzucht einer Paprika im Topf in verschiedenen Entwicklungsstadien.
Die verschiedenen Entwicklungsstadien einer Paprika. Nach der Anzucht im Topf, können die Pflanzen in den Garten gesetzt werden.

Umtopfen: Keimlinge von Chili, Paprika und Co. "pikieren"

Sobald die ersten zwei Blättchen der Keimlinge sichtbar sind, ist es Zeit zum Pikieren. Dabei werden die kleinen Pflanzen vorsichtig mit einem Stäbchen aus der Erde gehoben und einzeln in neue Töpfchen umgesetzt. Das Pikieren stärkt das Wurzelwachstum und sorgt für kräftige Pflanzen.

Eine junge Chili-Pflanze in einem Topf mit Erde.
Eine junge Chilipflanze: Nach der Anzucht kann man die Pflanze im Garten anbauen.

Dieser Schritt ist besonders wichtig, damit die Pflanzen später im Garten gut gedeihen und eine reiche Ernte liefern können.

Sonniger Standort für leckere Früchte

Chili, Paprika und Peperoni lieben die Sonne. Je mehr Licht und Wärme sie bekommen, desto besser entwickeln sich die Früchte.

Die Sonne sorgt nicht nur für ein intensives Aroma, sondern verstärkt auch die Schärfe bei Peperoni und Chili.

Paprika-Pflanze mit einer kleinen grünen Paprika-Frucht.
Paprika bevorzugen im Garten einen vollsonnigen, warmen und windgeschützten Standort.

Neben einem sonnigen Standort ist auch entscheidend, dass die Pflanze regelmäßig Wasser bekommt. Mit der richtigen Pflege können die ersten reifen Früchte bereits Ende Juli oder Anfang August geerntet werden.

Besondere Sorten für ganz scharfe Chili-Fans

Für Liebhaber außergewöhnlicher Chilis gibt es spezielle Sorten, die nicht nur scharf, sondern auch optisch ein Highlight sind. Sorten wie "Black Pearl", "Black Olive" oder "Black Scorpion" zeichnen sich durch ihre dunklen Früchte und Blätter aus. Besonders die "Black Scorpion" ist für ihre extreme Schärfe bekannt – hier ist Vorsicht geboten!

Chili-Pflanze der Sorte "Black Pearl" mit schwarzen Chili-Schoten.
Schwarze Chili der Sorte "Black Pearl" schmecken nicht nur "hot", sondern sehen auch "hot" aus.

Bei süßen Fruchtpaprika hingegen gibt es keine speziellen Empfehlungen. Hier gilt: Einfach ausprobieren und genießen.

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Heike Boomgaarden
Porträt von SWR4 Expertin Heike Boomgaarden im blauen Jackett
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Thomas Buck
Porträt von SWR4 Redakteur Thomas Buck im schwarzen Polo-Shirt