Mit prominenten Gästen

Prävention gegen Extremismus an Schule im Donnersbergkreis

Wenn ein Social-Media-Star, ein Ministerpräsident und seine Vorgängerin gemeinsam eine Schule besuchen, muss dort etwas Wichtiges passieren. So wie heute an der IGS Rockenhausen.

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Stand

Das Thema Extremismus und der Umgang damit ist zurzeit wichtiger denn je. Die Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Rockenhausen veranstalten deshalb einen Präventionstag. Und dazu haben sich prominente Gäste angemeldet: Mirko Drotschmann, vielen auch bekannt als der Youtuber "MrWissen2go", der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schwitzer (SPD) und seine Amtsvorgängerin Malu Dreyer (SPD) werden mit den Schülern über Extremismus sprechen.

Organisiert haben das die Schüler rund um Schülersprecher Adrian Fehrenbacher selbst. SWR Aktuell hat mit ihm gesprochen.

SWR Aktuell: Was war der Antrieb, so einen Präventionstag an Ihrer Schule zu veranstalten?

Adrian Fehrenbacher: Der Impuls kam direkt von den Klassensprecherinnen und Klassensprechern. Mehrfach wurde von der Schülerschaft der Wunsch geäußert, dass an unserer Schule eine Präventionsveranstaltung zum Thema Extremismus stattfinden soll. Wir als Schülervertretung haben diesen Wunsch aufgegriffen und beschlossen, einen Aktionstag zu organisieren. Unser Ziel war es, ein Thema zu wählen, das nicht nur aktuell, sondern auch nachhaltig für unsere Lebenswelt relevant ist.

 

Adrian Fehrenbacher, der Schülersprecher der IGS Rockenhausen
"Wir möchten zeigen, dass Engagement und Demokratie echte Alternativen sind – und dass es sich lohnt, für andere einzutreten", sagt Adrian Fehrenbacher, der Schülersprecher der IGS Rockenhausen. Privat

SWR Aktuell: Warum ist es wichtig, über das Thema Extremismus zu sprechen?

Adrian Fehrenbacher: Junge Menschen sind in besonderer Weise gefährdet, über soziale Medien und ihr Umfeld mit extremistischem Gedankengut in Berührung zu kommen. Fake News, vereinfachte Antworten und vermeintliche "Scheinwahrheiten" üben oft eine große Anziehungskraft aus. Gerade deshalb ist es wichtig, bereits in der Schule Prävention zu betreiben, um Jugendliche zu sensibilisieren und ihnen eine kritische Haltung gegenüber extremistischen Inhalten zu ermöglichen. Wir möchten zeigen, dass Engagement und Demokratie echte Alternativen sind – und dass es sich lohnt, für andere einzutreten.

SWR Aktuell: Was passiert denn an dem Aktionstag?

Adrian Fehrenbacher: Die Veranstaltung startet mit einem Vortrag vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) über junges Engagement und die Rolle von Politik für die junge Generation. Im Anschluss gibt es eine offene Fragerunde, bei der die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt werden. Danach folgt ein Input von Mirko Drotschmann (MrWissen2go) zum Thema "Fake News – ein Nährboden für Extremismus". Abschließend werden die Inhalte von Oberstufenschülerinnen und Schülern in einer Reflexion mit Fachlehrkräften vertieft. Später spricht auch noch die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). So entsteht ein Mix aus Fachinput, politischem Austausch und aktiver Beteiligung der Schülerinnen und Schüler.

SWR Aktuell: Was erhoffen Sie sich von Herrn Drotschmann?

Adrian Fehrenbacher: Herr Drotschmann ist dafür bekannt, komplizierte Zusammenhänge verständlich, spannend und lebensnah darzustellen. Gerade seine Reichweite und Bodenständigkeit machen ihn für junge Menschen glaubwürdig. Er schafft es, Themen wie Extremismus und Fake News so zu vermitteln, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur zuhören, sondern selbst ins Nachdenken und Diskutieren kommen. Diese Fähigkeit ist entscheidend, wenn es um Präventionsarbeit geht.

SWR Aktuell: Mit Herrn Schweitzer und Frau Dreyer kommen auch zwei hochrangige SPD-Politiker zu Ihrer Veranstaltung. Wieso sind nicht auch Politiker anderer Parteien dabei?

Adrian Fehrenbacher: Die Auswahl war nicht parteipolitisch motiviert, sondern organisatorisch und thematisch bedingt. Herr Schweitzer wurde eingeladen, weil er den direkten Kontakt zu Jugendlichen sucht und Politik praxisnah vermittelt, zuletzt etwa beim Jugendtalk, wo er die Bedeutung junger Stimmen betonte. Frau Dreyer bringt als ehemalige Ministerpräsidentin große Autorität mit und ist bekannt dafür, Inhalte verständlich und menschennah darzustellen. Uns war wichtig, Persönlichkeiten einzuladen, die authentisch auftreten und einen echten Zugang zu jungen Menschen haben. Der Fokus liegt dabei klar auf Prävention, nicht auf Parteipolitik.

Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass Schule mehr ist als Unterricht und Noten. Es geht darum, Jugendliche zu befähigen, kritisch zu denken, Haltung zu zeigen und sich für unsere Demokratie einzusetzen.

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Insgesamt werden an dem Präventionstag an der IGS Rockenhausen etwa 250 Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klassenstufe teilnehmen.

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Andreas Kahlmeyer
Reporter Andreas Kahlmeyer aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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