Feuerteufel im Donnersbergkreis unterwegs?

Zwei Brände in der Nacht: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung

Innerhalb kurzer Zeit brennen ein Auto in Börrstadt und Heuballen bei Imsbach. Die Einsatzorte liegen wenige Minuten voneinander entfernt. Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

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Stand

Von Autor/in Alexandra Dietz

Gegen 3 Uhr in der Nacht rückt die Feuerwehr Winnweiler zum ersten Mal aus, ein Auto brennt in Börrstadt. Kurz später der nächste Alarm auf der Feuerwache. Dieses Mal brennt es in einem Unterstand bei Imsbach, hier brennen 150 Heuballen lichterloh. Ein Löschfahrzeug aus Enkenbach rückt aus, um zu unterstützen und die Brände schnell unter Kontrolle zu bringen. Die Einsatzkräfte können verhindern, dass das Feuer sich ausbreitet. Die beiden Brandorte liegen Luftlinie nur etwa drei bis vier Kilometer auseinander.

Ermittler gehen von Brandstiftung eines Täters aus

Nach ersten Einschätzungen halten die Ermittler eine technische Ursache für eher unwahrscheinlich. Nach Angaben von Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) aus Winnweiler sprechen die niedrigen Temperaturen in der Nacht ebenfalls dagegen, dass "sich das Heu selbst entzündet" haben könnte. Schon vor Ort entstand der Verdacht, dass "das Feuer möglicherweise absichtlich gelegt wurde". Da es in dem Unterstand keine Technik gab, sei auch ein Kurzschluss von technischen Geräten auszuschließen, so Jacob.

Stundenlanger Einsatz der Feuerwehr im Donnersbergkreis

Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Brände in der Nacht in den Griff zu bekommen.

150 Heuballen brannten in der Nacht lichterloh. Der Schaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. Die Staatsanwaltschaft ermittlt wegen Brandstiftung.
Die Feuerwehr Winnweiler war in der Nacht gleich bei zwei Einsätzen. Hier brannten 150 Heueballen ab. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung. Feuerwehr Winnweiler

Das Heu ließ die Feuerwehr kontrolliert abbrennen. Gefahr für Menschen bestand zu keinem Zeitpunkt. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

Hat ein Feuerteufel in der Nacht mit Absicht gezündelt?

Sowohl die Feuerwehr als auch Polizei und Staatsanwaltschaft gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass beide Brände von einem Täter gelegt worden sein könnten und sie miteinander zusammenhängen. Nicht nur die unmittelbare zeitliche Abfolge würde dafür sprechen, beide Tatorte sind mit dem Auto ohne Problem in wenigen Minuten erreichbar.

Der völlig zerstörte Unterstand wurde mithilfe eines Kettenbaggers des THW abgerissen. So konnte alles kontrolliert abbrennen.
Der völlig zerstörte Unterstand wurde mithilfe eines Kettenbaggers des THW abgerissen. So konnte alles kontrolliert abbrennen. Feuerwehr Winnweiler

Auch ein Kettenbagger des THW war im Einsatz. Der Kettenbagger mit Greifer hat dabei geholfen, das völlig zerstörte Gebäude an dem Feldrand bei Imsbach im Donnersbergkreis sicher abzureißen.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Ob tatsächlich ein Feuerteufel hinter den nächtlichen Einsätzen steckt, sollen die weiteren Untersuchungen klären. Die Polizei prüft auch, ob Zeugen in der Nacht zwischen Börrstadt und Imsbach verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Wer Hinweise hat, kann sich an alle Polizeidienststellen in der Westpfalz wenden.

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Autor/in
Alexandra Dietz
SWR-Reporterin Alexandra Dietz aus dem Studio in Kaiserslautern.

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