Nach mehr als 24 Stunden haben die Feuerwehren im Kreis Kusel ihren Einsatz auf dem Schrottplatz in Offenbach-Hundheim beendet. "Zum Einsatzende wurde das komplette Objekt sowie die betroffene Fläche mit Schaum abgedeckt", so die Feuerwehr. "Der Schaum verbleibt vorerst auf dem Gelände, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern."
Jetzt ist die Umwelt- und Genehmigungsbehörde SGD Süd dran. Sie hat laut Feuerwehr auf dem Gelände Wasserproben entnommen. Die sollen nun analysiert werden.
Feuerwehr im Kreis Kusel mehr als 24 Stunden im Einsatz
Damit der Brand vollständig gelöscht werden konnte, musste das Brandgut auf dem Gelände zunächst mit einem Bagger auseinandergezogen und entfernt werden. Erst dadurch konnten auch noch verbliebene kleinere Glutnester erreicht und gelöscht werden. Die Feuerwehr hatte seit Montag regelmäßig die Schadstoffbelastung in der Luft gemessen.
Bei dem Feuer war eine große schwarze Rauchwolke über dem gesamten Ort zu sehen. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden offenbar keine gefährlichen Stoffe freigesetzt, die Messwerte seien durchweg unauffällig gewesen. Auch das Bauamt des Landkreises sowie das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein hatte sich den Brandort angeschaut.
Schwarze Rauchwolke war über Ort im Kreis Kusel sichtbar
Zwischenzeitlich gab es mehrere Straßensperrungen wegen des Brandes. Autofahrer dürfen auf der B420, die durch Offenbach-Hundheim führt, wieder normal fahren. Die Landesstraße Richtung Hinzweiler ist noch gesperrt. Das hat aber offenbar nichts mit dem Brand zutun.
Die Feuerwehr war seit Montagnachmittag dabei, das Feuer auf dem Schrottplatz zu löschen. Anwohner waren angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sollten Lüftungen und Klimaanlagen abgeschaltet werden. "Es werden vorsorglich wiederkehrende Messungen durchgeführt, um die Bevölkerung gegebenenfalls rechtzeitig zu warnen", so die Feuerwehr am Montag.
SWR-Reporter berichtet am Montag aus Offenbach-Hundheim
SWR-Reporter Lars-Henrik Wacker berichtete am späten Montagnachmittag, wie stark die Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung vor Ort war. Zu diesem Zeitpunkt war noch eine dunkle Rauchwolke über Offenbach-Hundheim zu sehen. Die zog sich durch das Glantal von Offenbach-Hundheim in Richtung Odenbach.
Der Großbrand in Offenbach-Hundheim hatte seit Montagmittag viele Kräfte der Feuerwehr beschäftigt. Gegen 13:30 Uhr wurde laut Polizei ein Brand gemeldet, über dem Ort hing zu dem Zeitpunkt eine riesige Rauchwolke. Es war von einem Wohnhausbrand die Rede. Die Feuerwehr hatte den Brand nach eigenen Angaben aber schnell hochgestuft - auf einen Industriebrand.
Das Feuer war auf einem ehemaligen Schrottplatz in Offenbach-Hundheim ausgebrochen. Unter anderem brannten ein Wohngebäude und eine angrenzende Halle, so die Feuerwehr. "Das Feuer hat sich auf sämtliche Objekte sowie den Bereich zwischen den Gebäuden mit gelagerten Schrottgegenständen ausgedehnt."
Bei dem Brand waren am Montag 17 Feuerwehren aus dem Kreis Kusel im Einsatz. Die Kräfte mussten sich zunächst einen Überblick verschaffen, weil es offenbar ein unübersichtliches Gelände ist und überall viel Schrott herumliegt. Am Nachmittag teilte die Feuerwehr mit, dass die Löscharbeiten voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern werden.
Brand Offenbach-Hundheim: Ursache noch nicht bekannt
Die Hintergründe des Feuers sind noch unklar. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt.