Seit Jahren hat die Gartenschau schon finanzielle Probleme, stand zwischenzeitlich sogar vor dem Aus. Ob es sie auch 2027 geben wird, ist aktuell schwer zu sagen. Fest steht aber: Sie braucht für die Zukunft ein tragbares finanzielles Konzept, um auf Dauer zu bestehen. Seitens der Stadt gibt es erste positive Signale für das Gelände. "Der Stadtrat hat bereits eindeutig signalisiert, die Gartenschau erhalten zu wollen", heißt es von der Stadtverwaltung.
Stadt und Gartenschau halten sich noch bedeckt
Auch David Lyle, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Integrationsgesellschaft Kaiserslautern mbH (iKL), die die Gartenschau betreibt, sieht positive Anzeichen für den Erhalt des Geländes. "Die Gespräche mit den Fraktionen im Stadtrat sind gut verlaufen. Es sind auch Lösungsvorschläge vorhanden", lässt Lyle durchblicken. Was das aber für Lösungen sind, dazu hat sich weder die Gartenschau noch die Stadt geäußert.
David Lyle bestätigt, dass schon im April eine Lösung im Stadtrat hätte präsentiert werden sollen, damit dann im Juni entschieden werden kann. Aus dem Zeitplan wurde aber nichts. "Aus diversen Gründen wurde die Entscheidung auf September verschoben. Was aber der Stadt vorliegt, ist die klare Aussage, dass ein weiterer Aufschub nicht möglich ist", erklärt der Gartenschau-Geschäftsführer.
Gartenschau Kaiserslautern nicht mehr kostendeckend
Große Probleme gab es schon im Jahr 2025. Weil Landeshilfen ausgelaufen waren und mehrere Zuschussgeber ihre Förderungen reduziert oder eingestellt haben, ist die Gartenschau in Schwierigkeiten geraten. Statt der geplanten Zuschüsse in Höhe von 2.115.000 Euro waren es nur noch 1.531.000 Euro.
So musste die Stadt im vergangenen Herbst einspringen und das Finanzloch der Gartenschau mit mehr als einer halbe Million Euro schließen. Schon damals hatte Lyle den Stadtrat gewarnt, dass die Gartenschau nicht kostendeckend sei: "Im Kern geht es darum, dass die Stadt entgegen ihren Zusagen 17 Jahre lang den Zuschuss nicht inflationär angepasst hat." In der Zeit sind die Kosten für den Betrieb und das Personal gestiegen.
Stadt muss über weitere Unterstützung entscheiden
Seit 2008 unterstützt die Stadt Kaiserslautern die gemeinnützige Integrationsgesellschaft bei der Gartenschau mit einem jährlich Zuschuss von 900.000 Euro und stellt zusätzlich einen Grünflächentrupp. Doch auch die Möglichkeiten der Stadt sind begrenzt. Ob sie finanziell ein weiteres Mal einspringen wird, zeigt sich im Stadtrat.
Transparenzhinweis: Der Artikel wurde nachträglich angepasst. Der Stadtrat in Kaiserslautern entscheidet schon am 31. August über den Erhalt der Gartenschau. In einer vorherigen Version stand als Datum der 28. September.