Rehkitzrettung Donnersbergkreis zufrieden

Mehr als 240 Rehkitze vor Tod durch Mähmaschine gerettet

Die Mahd der Wiesen im Donnersbergkreis ist abgeschlossen. Viele freiwillige Helfer waren unterwegs, um mit Hilfe von Drohnen Rehkitze und andere Wildtiere aus den Wiesen zu holen.

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Stand

"Die Drohnenteams waren dieses Jahr 234 Mal im Einsatz", sagt David Fischer. Er organisiert seit mehreren Jahren einen Großteil der Rehkitzrettung im Donnersbergkreis. "Pro Einsatz haben die Teams zwischen einer und 40 Flächen abgesucht."

Mehr als 240 Rehkitze aus Wiesen im Donnersbergkreis gerettet

Los geht es immer früh morgens um 6 Uhr. Dann treffen sich Drohnenpilot und zwei freiwillige Helfer. Kann der Pilot mit seiner Wärmebilddrohne ein Rehkitz in der Wiese aufspüren, beginnt die Arbeit der Helfer. Die ziehen los und setzen das Kitz in einen Korb. Der wiederum wird am Rand der Wiese so gesichert, dass das Kitz nicht entwischen kann. Auf diese Weise haben die Teams dieses Jahr 242 Kitze vor dem Mähtod bewahren können. Mehr als 400 junge Rehe sind selbstständig geflüchtet.

Manchmal waren bis zu 10 Drohenpiloten mit ihren Teams im Donnersbergkreis unterwegs, um die Rehkitze in den Wiesen zu finden.
Manchmal waren bis zu 10 Drohnenpiloten mit ihren Teams im Donnersbergkreis unterwegs, um die Rehkitze in den Wiesen zu finden. Rekitzrettung Donnersberg Bild in Detailansicht öffnen
Insgesamt haben die Teams mehr als 240 Kitze gesichert, über 400 weitere sind von selbst geflüchtet als die Helfer gekommen sind.
Insgesamt haben die Teams mehr als 240 Kitze gesichert, über 400 weitere sind von selbst geflüchtet als die Helfer gekommen sind. Rekitzrettung Donnersberg Bild in Detailansicht öffnen
Trotz Drohne ist es gar nicht so einfach, die Kitze im hohen Gras zu finden und zu bergen.
Trotz Drohne ist es gar nicht so einfach, die Kitze im hohen Gras zu finden und zu bergen. Rekitzrettung Donnersberg Bild in Detailansicht öffnen
Fasanengelege in einer Wiese.
Auch Gelege von Fasanen haben die Donnersberger Kitzretter gefunden und gesichert. Darüber hinaus unter anderem auch Entennester mit Eiern und eine Feldlerche mit Jungvögeln. Rekitzrettung Donnersberg Bild in Detailansicht öffnen

Drohnenteams aus dem Donnersbergkreis retten nicht nur Rehkitze

Aber die Helfer spüren nicht nur Rehkitze auf. Sie haben auch sieben Junghasen aus den Wiesen geholt und gesichert. Außerdem haben sie Nester von Wildenten und Fasanen - jeweils mit Eiern - geborgen. Und sogar ein Feldlerchennest mit Jungvögeln gefunden und Letztere vor dem Tod durch das Mähwerk gerettet.

Organisatoren ziehen positive Bilanz im Donnersbergkreis

"2025 ist das bislang erfolgreichste Jahr für die Rehkitzrettung Donnersberg gewesen", freut sich David Fischer. Es sei ein toller gemeinsamer Erfolg von Kitzrettern, Jägern und Landwirten, dass so viele Jungtiere gerettet werden konnten. Immerhin waren die Helfer an 58 Tagen zwischen Ende April und Mitte Juli unterwegs und haben dabei etwa 25 Quadratkilometer Fläche abgesucht.

Große Nachfrage von Landwirten

Die Nachfrage der Landwirte nach Drohnenteams nehme stetig zu, erklärt Fischer. Obwohl an manchen Tagen bis zu zehn Teams zeitgleich unterwegs waren, hätten nicht alle Wiesen an den Wunschtagen der Landwirte abgeflogen werden können. "Die Zusammenarbeit mit den Landwirten ist sehr gut", sagt Fischer, "die verschieben bei Kapazitätsengpässen auch mal eine Mahd." Oder sie würden kleinere Bereiche gar nicht mähen, wenn in denen beispielsweise eine Fasanenfamilie gefunden wurde.

Mehr Junghasen und Bodenbrüter im Donnersbergkreis

Es sei erfreulich, dass in den vergangenen beiden Jahren deutlich mehr junge Hasen und auch Gelege von am Boden brütenden Vögeln, wie beispielsweise von Fasanen, gefunden wurden. Das lasse vermuten, so Fischer, dass sich die Lebensbedingungen für die Tiere verbessert hätten und deren Bestände stiegen.

Fest für Kitzretter aus dem Donnersbergkreis

Der Lions Club Winnweiler-Nordpfalz unterstützt die Donnersberger Kitzretter. Dazu gehört auch das alljährliche Helferfest auf dem Hofgut Neumühle. Am 20. Juli ist es wieder soweit.

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SWR