In Steinborn, einem Stadtteil von Eisenberg im Donnersbergkreis, sind gleich mehrere Nester gefunden worden. So berichtet es Ortsvorsteher Alexander Haas (Freie Wähler). "Eine Familie hat die Ameisen zuerst entdeckt", berichtet er. Danach hätten auch die Nachbarn genauer nachgesehen und weitere gefunden.
Bisher noch keine Schäden durch invasive Ameisen in Steinborn
Bei den Ameisen handelt es sich um die Art der Tapinoma Magnum. Diese Ameisen sind aus dem Mittelmeerraum in die Pfalz eingeschleppt worden. Sie unterhöhlen Straßen und Gehwege und dringen in Häuser ein. In der Pfalz sind neben dem Donnersbergkreis unter anderem mehrere Städte und Kreise in den Regionen Rhein-Neckar und Rheinhessen von diesen Ameisen betroffen.
"Bisher haben wir zum Glück noch keine Schäden", sagt Haas. Die Ameisen seien lediglich auf den Grünflächen unterwegs. Trotzdem sei bereits ein Schädlingsbekämpfer engagiert. "Die sind ja nicht so leicht wegzukriegen", weiß der Ortsvorsteher.
Schädlingsbekämpfer in Eisenberg im Einsatz
Wie groß das Ausmaß in Steinborn ist, ist derzeit noch unklar. "Bisher war noch kein zuverlässiges Ergebnis möglich", so erklärt es der beauftragte Schädlingsbekämpfer Patrick Gerlach. In den letzten Tagen sei es zu kalt und nass, da zögen sich die Ameisen zurück.
Superkolonien mit Millionen Tieren Invasive Ameisen erobern den Südwesten - So verbreiten sie sich
Sie kommt aus dem Mittelmeerraum und ist inzwischen auch bei uns im Südwesten eine echte Plage - die invasive Ameisenart Tapinoma magnum. Aber wie kommt sie eigentlich hierher?
Menschen im Donnersbergkreis müssen bei Bekämpfung mithelfen
Ganz wesentlich sei anschließend die Kommunikation, sagt Gerlach. "Die Bekämpfung ist nur möglich, wenn alle mitmachen." Gemeint sind damit Eigentümer mit ihren Privatgrundstücken und die Stadt mit ihrem öffentlichen Grund. Erst dann würden konkrete Maßnahmen geplant. "Wir entscheiden je nach Untergrund und Bodenbeschaffenheit, welches Mittel wir nutzen."