Nach Angaben des Monsheimer Verbandsbürgermeisters, Ralph Bothe (SPD), gibt es mittlerweile auch in Worms derartige Ameisen. Im Kreis Mainz-Bingen wurden die Tiere inzwischen in Ingelheim, Lörzweiler und der VG Bodenheim entdeckt.
Auch in Saulheim gab es einen Verdachtsfall. Fachleute haben mittlerweile allerdings herausgefunden, dass es sich dort lediglich um normale Rasenameisen handele, sagte eine Sprecherin der Verbandsgemeinde Wörrstadt.
Ameisen vermutlich eingeschleppt
Die Tiere wurden vermutlich aus Nordafrika nach Deutschland eingeschleppt. Seit einem Jahr verursacht die "Tapinoma Magnum" jetzt schon massive Schäden. Die Ameisen graben den Sand aus Fugen und bauen daraus Nester. Gehwege und Häuser mussten schon darunter leiden.
Auch auf dem Friedhof in Hohen-Sülzen (Kreis Alzey-Worms) sind die Ameisen gefürchtet. Gräber wurden zum Beispiel an einigen Ecken von den Tieren aufgewühlt. Örtlich senkte sich teilweise auch der Boden ab.
Köder-Gel sollte Plage in Monsheim bekämpfen
Die Verbandsgemeinde Monsheim hatte deshalb kostenlos Köder und ein spezielles Gel an die Bürger ausgegeben. Damit sollte die Ameisenplage in den Griff bekommen werden. Aber das klappte laut VG-Bürgermeister Ralph Bothe nicht. Die Tiere seien zumindest bislang nicht zu stoppen gewesen, so Bothe.
Gräber und Gehwege umgebuddelt Kampf gegen Ameisen-Plage - VG Monsheim testet Köder-Gel
In Rheinhessen gibt es seit einem Jahr eine richtige Plage durch invasive Ameisen. Sie haben schon viel zerstört. Jetzt macht ein für Ameisen giftiges Gel der VG Monsheim Hoffnung.