Nach dem Messerangriff am Samstagabend in der Fruchthallstraße in Kaiserslautern ist eines der Opfer gestorben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, erlag der 22-Jährige am späten Montagnachmittag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Ermittlungen wegen des Verdachts des Totschlags
Die Ermittler führen das Verfahren nun wegen des Verdachts des Totschlags. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger, der sich bereits in Untersuchungshaft befindet.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen soll es zuvor zu einem Streit gekommen sein. Dabei habe der 18-Jährige dem 22-Jährigen mit einem mitgeführten Messer in den Rücken gestochen. Ein 20-Jähriger wurde demnach ebenfalls mit einem Messer verletzt – er erlitt eine Stichverletzung im Brustbereich. Sein Zustand sei weiterhin ernst, aber mittlerweile stabil.
Herkunft der Beteiligten bestätigt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind der Tatverdächtige sowie die beiden Opfer syrische Staatsangehörige mit festem Wohnsitz in der Region Kaiserslautern. Zum konkreten Aufenthaltsstatus der Beteiligten machten die Ermittlungsbehörden bislang keine weiteren Angaben.
Sicherheit in Kaiserslautern: Bürgermeister fordert Waffenverbotszonen
Kaiserslauterns Bürgermeister Manfred Schulz sieht nach der tödlichen Messerstecherei vom Wochenende das Land in der Pflicht. Der CDU-Politiker sagte, dass die Landesregierung den Kommunen mehr Freiraum geben sollte, um sogenannte Waffenverbotszonen einzuführen. Damit wäre es für das Ordnungsamt einfacher, Menschen auch ohne offensichtlichen Grund zu kontrollieren. Schulz wünscht sich eine Landesverordnung, die es Kommunen ermöglicht, selbst Waffenverbotszonen auszuweisen: "Es geht nicht darum, das Pfefferspray zu verbieten, das eine Frau mit sich führt. Oder das Taschenmesser, das ein Senior mit sich führt, um seinen Apfel zu schneiden." Außerdem fordert Schulz auch mehr Sozialarbeiter und Streetwortker.
Die Polizei hat am Dienstag mitgeteilt, dass sie das Sicherheitsgefühl der Menschen in Kaiserslautern verstärken will. Beispielsweise soll künftig verstärkter und gezielter kontrolliert werden.