Mit 103.612 Einwohnern liegt die Stadt knapp über der wichtigen 100.000er-Grenze. Das bestätigt der aktuelle Demografiebericht 2023, der zeigt, dass vor allem junge Menschen wegen Universität, Hochschule und Forschungsinstituten nach Kaiserslautern ziehen. Der Bericht wurde jetzt veröffentlicht.
Zuzug macht Kaiserslautern jung und international
Eigentlich müsste die Bevölkerungszahl sinken, denn in Kaiserslautern sterben mehr Menschen als geboren werden. Aber: Wegen der verschiedenen Forschungseinrichtungen ziehen vor allem 18- bis 24-Jährige in die Stadt. Sie kommen meistens aus Deutschland, gefolgt von Indonesien, Indien, Rumänien und Bulgarien. Nimmt man die gesamte Bevölkerung, ziehen vor allem Menschen aus Syrien zu.
Der Zuzug von jungen Menschen macht auch Kaiserslautern jung: Das Durchschnittsalter in der Stadt liegt bei 43 Jahren. Das ist zwei Jahre jünger als der Durchschnitt in Rheinland-Pfalz. Und er bedeutet, dass Kaiserslautern eine Internationale Stadt ist - hier leben nach Angaben der Stadt Menschen mit 150 verschiedenen Nationalitäten.
Zukunft: Großstadt-Status von Kaiserslautern weiter ungewiss
Trotzdem rechnet die Stadt damit, dass die Bevölkerungszahl in den kommenden Jahren wieder unter die Großstadtmarke fallen könnte. Warum? Weil auch viele Menschen wegziehen. Besonders viele im Alter zwischen null und neun Jahren und zwischen 30 und 44 - also wahrscheinlich Familien mit Kindern.
Was die Stadtteile angeht, gibt es eine Hälfte, in der die Bevölkerung sinkt - und eine, in der sie steigt. Das passiert vor allem in der Universitätswohnstadt, in der Innenstadt Südwest und in Siegelbach. Hier spielt sicher das Neubaugebiet eine große Rolle - was man auch daran erkennen kann, dass in diesem Stadtteil der Anteil der Unter-Sechsjährigen besonders hoch ist.