Die neue Ortsumgehung Imsweiler bringt für die Menschen im Donnersbergkreis eine lang ersehnte Erleichterung: Für die Bewohner von Imsweiler, weil sie weniger Verkehr im Ort haben. Und für die Autofahrerinnen und Autofahrer, weil sie schneller von A nach B kommen. Doch wer die Ortsumgehung regelmäßig nutzt, musste am Mittwochabend doch noch einmal die alte Strecke durch Imsweiler fahren.
Fiktiver Unfall mit Verletzten im Mühlbergtunnel
Die neue Ortsumgehung war komplett gesperrt, so der zuständige Landesbetrieb Mobilität. Die Sperrung hatte einen sehr wichtigen Hintergrund: Die Feuerwehr hatte in dieser Zeit im Mühlbergtunnel einen Unfall simuliert und trainiert, wie sie Verletzte im Ernstfall schnell und sicher aus dem Tunnel retten kann. Eine solche Übung muss bei neu gebauten Tunneln standardmäßig durchgeführt werden.
Mit dabei waren nach Angaben des Wehrleiters der Feuerwehr Rockenhausen auch das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei. Der Wehrleiter der Feuerwehr Nordpfälzer Land, Timo Blümmert, ist mit der Übung insgesamt zufrieden - auch wenn noch nicht alles perfekt geklappt hat. Dazu soll es jetzt auch noch Nachbesprechungen geben.
Bei der Übung bot sich den Einsatzkräften folgendes Szenario: Ein Lkw und ein Auto haben im Tunnel einen Unfall gebaut. Feuerwehr und Rettungsdienst werden von beiden Seiten des Tunnels versuchen, so schnell wie möglich an die Unfallstelle zu gelangen und die verletzten Menschen zu retten. Dabei waren auch Komparsen im Einsatz, die die Verletzten spielten. Außerdem dabei: zahlreiche Fahrzeuge der Feuerwehr, Krankenwagen und Fahrzeuge der Polizei.
Ortsumgehung Imsweiler hat 72 Millionen Euro gekostet
Bei der neuen Ortsumgehung Imsweiler handelt es sich um das größte Bauprojekt in der Westpfalz der vergangenen Jahre. Die fast zwei Kilometer lange Straße führt durch einen Tunnel und über eine Brücke. Acht Jahre wurde daran gebaut. Die Kosten von 72 Millionen Euro hat der Bund bezahlt.