Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wirft dem 37-Jährigen vor, seine Tochter über vier Jahre sexuell missbraucht zu haben. Die Taten sollen zwischen 2020 und 2024 stattgefunden haben. Im Tatzeitraum war seine Tochter zwischen 11 und 15 Jahre alt. Der Mann soll sie mehrfach an intimen Stellen berührt haben. Außerdem soll er laut Anklage das Mädchen dazu gebracht haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.
Sexueller Missbrauch: Abwesenheit der Mutter ausgenutzt
Laut Anklage ereigneten sich die Taten in Olsbrücken, Kreimbach-Kaulbach und Enkenbach-Alsenborn (alle Kreis Kaiserslautern). Dabei soll der 37-Jährige jeweils Momente ausgenutzt haben, wenn er mit seiner Tochter allein war.
Angeklagter bestreitet Vorwürfe
Am ersten Verhandlungstag hat der Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Außerdem hat er von einer schwierigen Ehe mit der Mutter der fünf gemeinsamen Kinder gesprochen. Die Kinder aus dieser Ehe habe er nicht gut behandelt, so der Angeklagte. Er habe sie beschimpft und geschlagen. Aus diesem Grund vermutet er, dass die Mutter die Kinder zu ihren Gunsten instrumentalisiere. Inzwischen ist der Mann geschieden und erneut verheiratet.
Hat der Angeklagte eine psychische Erkrankung?
Das Gericht hat jetzt beantragt, dass der Angeklagte psychiatrisch untersucht wird. Grund ist, dass der Mann in seiner Vernehmung von Suizidgedanken und von einem Suizidversuch berichtet hatte. Demnach war er nach dem Suizidversuch sechs Wochen lang in einer Klinik. Dort sei bei ihm eine Borderlinestörung diagnostiziert worden.
Bis das psychiatrische Gutachten vorliegt, ist das Verfahren am Landgericht zunächst ausgesetzt.