BGH prüft auf Rechtsfehler

Getöteter Zugbegleiter bei Landstuhl: Nebenklage und Verteidigung reichen Revision ein

Nach dem Urteil des Landgerichts Zweibrücken im Fall des getöteten Zugbegleiters Serkan Çalar haben Nebenklage und Verteidigung Revision eingelegt. Damit könnte der Prozess neu verhandelt werden.

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Jetzt ist der Bundesgerichtshof, kurz BGH, am Zug. Er muss das Urteil auf mögliche Rechtsfehler prüfen. Nach Angaben des Landgerichts Zweibrücken haben sowohl zwei Vertreter der Nebenklage - also Mitglieder der Familie des getöteten Zugbegleiters - als auch die Verteidigung des Angeklagten Revision eingelegt.

Nebenklage fordert Verurteilung wegen Mordes

Die Vertreter der Nebenklage kritisieren vor allem, dass das Landgericht keinen Tötungsvorsatz angenommen hatte. Die Familie des Opfers hatte eine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags gefordert. 

Die Verteidigung sieht einen minderschweren Fall der Körperverletzung mit Todesfolge. Das Strafmaß sei demnach zu hoch angesetzt, sagte die Anwältin des Verurteilten.

Serkan Çalar bei Fahrkartenkontrolle tödlich verletzt

Der Zugbegleiter Serkan Çalar war im vergangenen Februar in einem Zug bei Landstuhl im Kreis Kaiserslautern mit Schlägen lebensgefährlich verletzt worden, nachdem er die Fahrkarte eines Fahrgasts sehen wollte. Zwei Tage später starb er im Krankenhaus. Der Täter war dafür vom Landgericht Zweibrücken zu einer Haftstrafe von zehn Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden.

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Am Landgericht Zweibrücken läuft der Prozess um den bei Landstuhl getöteten Zugbegleiter Serkan Çalar. Der Fall hat für große Bestürzung und Verunsicherung gesorgt. Wir haben mit Gewalt- und Konfliktforscher der Uni Bielefeld gesprochen und ihn gefragt, wie sich der Vorfall auf die Gesellschaft auswirkt.

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SWR

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