Die steigenden Kosten sind laut Matt Schwarz, Geschäftsführer von PRK Dreamhouse, die größte Herausforderung für das Festival im kommenden Jahr. Es gebe eine "enorme Kostendynamik in der Live-Branche - vor allem bei den Künstlergagen". Vor allem die Gagen-Erwartungen internationaler Top-Acts seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Auch weil große Acts viel stärker auf eigene Stadion- und Arena-Touren setzen würden. Das treibe die Preise für Festivals nach oben.
Fans äußern Kritik an der Bandauswahl von Rock am Ring für 2027
Nach Angaben des Festivals sollen als Hauptacts unter anderem "blink-182", "Die Toten Hosen" und "Bring Me The Horizon" auftreten. Auch die umstrittene Band "Falling in Reverse" soll erneut spielen. Einige Fans bemängeln in dem Zusammenhang die Ähnlichkeit des Line-Ups zu 2025. Auch damals hatte "Falling in Reverse" am Ring performt - ebenso wie etwa "Bring me the Horizon" und "The Prodigy".
Außerdem hatten bei Rock am Ring 2026 Fans unter anderem in Sozialen Medien Kritik an hohen Besucherzahlen, langen Wartezeiten bei den Sanitäranlagen und hohen Ticketpreisen geäußert.
PRK Dreamhouse möchte auf Kritik an Rock am Ring reagieren
Veranstalter Matt Schwarz sagt, er nehme die Kritik ernst. Nach jedem Festival würden Feedback, Besucherströme und Abläufe analysiert. Bei rund 90.000 Menschen könnten sich Wege zu bestimmten Zeiten füllen, und die Sanitärbereiche könnten stark überlastet sein. Solche Punkte wolle man gezielt angehen.
Unsere Gäste investieren viel Geld und drei Tage ihrer Zeit in Rock am Ring. Dafür müssen wir ihnen ein außergewöhnlich gutes Wochenende bieten.
Schwarz betont, dass er die Sorgen der Gäste im Blick hat: "Unsere Gäste investieren viel Geld und drei Tage ihrer Zeit in Rock am Ring", sagt Schwarz der Deutschen Presse Agentur. "Dafür müssen wir ihnen ein außergewöhnlich gutes Wochenende bieten. An diesem Anspruch lassen wir uns messen."
Veranstalter Schwarz will auf "faires Preis-Leistungs-Verhältnis" achten
Trotz der Kosten wolle der Veranstalter weiter in Band-Auswahl, Produktion, Infrastruktur und Service investieren. Zugleich müsse auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. "Unser Maßstab ist simpel: Am Sonntagabend sollen unsere Gäste sagen, dieses Wochenende war jeden Euro wert", sagt Schwarz.