Bernd Frey (SPD) ist glücklich. Die Verbandsgemeinde Eisenberg im Donnersbergkreis kann nun ein Projekt angehen, dass sie eigentlich schon seit Jahren umsetzen will: das Waldschwimmbad unabhängiger von den Gaspreisen machen, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Darüber hatte man sich schon vor Jahren Gedanken gemacht. Das Wasser in dem Freibad soll in Zukunft mit Hilfe einer Photovoltaikanlage geheizt werden. Ein Millionenprojekt - für das bislang das Geld fehlte.
Nun steht fest: Die Verbandsgemeinde kann das mit Hilfe des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Sportstätten" umsetzen. "Für uns ist das natürlich ein Glücksfall", sagt Frey dem SWR. Bislang brauche man im Schnitt 1,2 Millionen Kilowatt Gas pro Jahr. Drei Millionen Euro will die Verbandsgemeinde für das Projekt investieren. 2,1 Millionen Euro gibt es dafür aus dem Bundesprogramm.
1,5 Millionen Euro für Stadion in Wörth in der Südpfalz
Mehr als 600.000 Euro fließen aus dem Programm nach Pirmasens. Dort soll der Hartplatz des MTV Pirmasens in ein Kunstrasenplatz umgebaut werden. Das dritte Projekt in der Pfalz, das von dem Sportförderprogramm profitiert, ist das Stadion im südpfälzischen Wörth. 1,5 Millionen Euro gibt es für die Sanierung - unter anderem für Kunststoffbahn, Rasen oder Flutlicht.
Zweibrücken hofft für Schwimmbäder auf nächstes Programm
Doch längst nicht überall in der Pfalz herrscht Zufriedenheit nach der Auswahl der Projekte. Die Stadt Zweibrücken geht zum Beispiel leer aus. Sie hatte auf Millionen unter anderem für die dringend notwendige Sanierung des Hallenbades und des Freibades gehofft. Doch die gibt es erst einmal nicht. "Klar ist man enttäuscht, wenn man Anträge stellt und sie nicht bewilligt bekommt", sagt der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD).
Die Stadt Zweibrücken hofft nun auf das nächste Förderprogramm des Bundes: 250 Millionen Euro wird es da speziell für die Sanierung von kommunalen Schwimmbädern geben. "Wir werden solange Fördergelder beantragen, bis wir irgendwann einen Zuschuss bekommen. Wir brauchen diese Mittel dringend, um unsere Bäder zu sanieren", so Wosnitza. Um die 40 Millionen Euro müsste die Stadt Zweibrücken für ihre beiden Bäder in die Hand nehmen. Das gehe nur mit finanzieller Unterstützung.
Nachfrage nach Geldern des Bundes für Sport ist riesig
Dass längst nicht alle zum Zug kommen werden, war bereits vorher klar. Denn die Nachfrage nach den Bundes-Millionen für kommunale Sportstätten war riesig. Laut dem zuständigen Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gab es Anfragen für über 7,5 Milliarden Euro. Im Fördertopf waren aber nur 333 Millionen Euro. Alleine aus Rheinland-Pfalz seien rund 444 Millionen Fördergelder von den Kommunen für Sportstätten beantragt worden.
Drei kommunale Sportstätten in der Pfalz haben nun den Zuschlag für etwas über vier Millionen Euro bekommen. "Ich bin froh, dass sich überhaupt etwas tut", sagt Asmus Kaufmann, der Geschäftsführer des Sportbundes Pfalz. Klar ist aber auch: Um den Sanierungsstau der Sportstätten in der Pfalz zu beheben, wird noch viel mehr Geld notwendig sein.