Stellenabbau geringer als befürchtet

Siempelkamp baut gut 80 Stellen im Werk in Zweibrücken ab

Der Maschinenbauer Siempelkamp in Zweibrücken streicht Stellen – aber weniger als zunächst angekündigt. Die IG Metall spricht von einem harten Kompromiss, der den Standort bis 2030 sichern soll.

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Stand

Nach Monaten der Unsicherheit steht fest: Beim Maschinenbauer Siempelkamp in Zweibrücken fallen 83 der rund 282 Arbeitsplätze weg. Das hat die Gewerkschaft IG Metall nach Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung mitgeteilt. Ursprünglich sollten etwa 130 Stellen gestrichen werden.

Ehemaliges Pallmann-Werk leidet unter Wirtschaftskrise

Grund für den Abbau ist laut Gewerkschaft die schlechte wirtschaftliche Lage des ehemaligen Pallmann-Werks. Vor allem die Flaute am Weltmarkt belastet das Unternehmen. Hinzu kommt der, wegen Sanktionen weggebrochene russische Markt. Vor diesem Hintergrund hätten IG Metall und Betriebsrat "aufreibende" Verhandlungen geführt.

Die Gewerkschaft bewertet das Ergebnis positiv: Der Stellenabbau fällt geringer aus als geplant, zugleich gibt es eine Zusage für den Standort. Am Dienstag sei die Entscheidung gefallen, am Mittwoch sei die Belegschaft informiert worden.

Das Siempelkamp Werk in Zweibrücken
Beim Maschinenebauer Siempelkamp, ehemals Pallmann, in Zweibrücken sollen 83 von rund 280 Arbeitsplätzen abgebaut werden.

Freiwilligenprogramm statt Kündigungswelle

Nach Angaben der IG Metall soll der Abbau der 83 Jobs größtenteils über Freiwilligenprogramme laufen. Dazu gehören etwa Vorruhestandsregelungen und finanzielle Anreize für Beschäftigte, die das Unternehmen von sich aus verlassen.

Außerdem ist bereits eine Transfergesellschaft gegründet worden. Sie soll Betroffene beim Übergang in neue Jobs unterstützen. Arbeitsagentur, Transfergesellschaft und Gewerkschaft begleiten den Prozess derzeit im Betrieb. Die Beschäftigten haben bis zum 15. September Zeit, Angebote aus den Freiwilligenprogrammen anzunehmen.

Standortzusage für Zweibrücken bis 2030 und neue Bereiche

Wichtig sei, so die Gewerkschaft, dass es eine Standortzusage für Zweibrücken bis Ende 2030 gebe. Das soll den verbliebenen Beschäftigten mehr Planungssicherheit geben.

Zudem sollen neue Aufgaben nach Zweibrücken kommen. Geplant sind unter anderem Bereiche für Anlagen zum Holz-Recycling. Diese zusätzlichen Geschäftsfelder sollen nach Angaben der IG Metall die Wirtschaftlichkeit des Standorts steigern und eine Perspektive über den laufenden Stellenabbau hinaus eröffnen.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Nadine Lindacher
Bild von Nadine Lindacher, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern
Andreas Kahlmeyer
Reporter Andreas Kahlmeyer aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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