"Drei, zwei, eins ... Zündung": Nach dieser Ansage gab es gegen 9 Uhr in der Ortsgemeinde Höheinöd einen lauten Knall: Ein 90 Meter hoher Betonturm wurde kontrolliert gesprengt. Teile des Turms stürzten in einen genau berechneten Bereich. Es war die Sprengung eines Windrad-Turms ohne Probleme.
Warum werden die Windräder ersetzt?
Was bringen die neuen Windräder?
Was passiert mit den alten Windrädern?
Wie verlief die Sprengung des ersten Windrades?
Warum werden die Windräder ersetzt?
Das Windrad wurde schon vorab zum Teil mit einem Kran abgebaut. Der Rotor, die Gondel und das obere Turmsegment aus Stahl waren bereits vor der Sprengung verschwunden. Übrig geblieben war der restliche Betonturm, der gesprengt wurde. Nach demselben Prinzip kommen in der nächsten Woche noch zwei weitere benachbarte Windräder weg. Das wird voraussichtlich kommenden Mittwoch der Fall sein. Auch diese Windräder sind in die Jahre gekommen.
"Die sind jetzt 20 Jahre alt und das ist für Windräder schon ein Alter, bei dem man nachdenkt, die alten Anlagen durch neue zu ersetzen", sagt Torsten Höllwarth. Er ist Leiter der Bauabteilung von Wiwi Consult, einem Projektentwickler für Solar- und Windenergie aus Mainz. Gemeinsam mit einem weiteren Unternehmen bauen sie die insgesamt drei Windräder zurück.
Was bringen die neuen Windräder?
An diese Stelle kommen zwei neue Windräder hin, die mehr Strom erzeugen können als ihre Vorgänger. "Trotz Verringerung der Anlagenzahl steigt die Gesamtzahl des Windparks von bisher sechs Megawatt auf 14 Megawatt", heißt es vom ausführenden Unternehmen. Im Herbst sollen die beiden neuen Windräder in Betrieb gehen. Sie werden etwa 160 Meter hoch sein.
Was passiert mit den alten Windrädern?
Die alten Windräder sollen wiederverwertet werden. So wird der Turm nun nach der Sprengung zerkleinert und der Stahl heraussortiert. Dieser Stahl kann recycelt werden und zum Beispiel für die Produktion von Autoteilen verwendet werden. Die restlichen Teile des gesprengten Turms werden ebenfalls wiederverwendet – und zwar als Baumaterial für die neuen Windräder.
Wie verlief die Sprengung des ersten Windrades?
Ohne Probleme. Torsten Höllwarth, Leiter der Bauabteilung des zuständigen Unternehmens, war mit der Sprengung sehr zufrieden. Der 90-Meter-Turm landete wie geplant in einem zuvor berechneten Bereich. Als nächstes wird der Turm nun mit Baggern zerkleinert.