Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr sein Ausbauziel bei der Windkraft erneut deutlich verfehlt. Eigentlich hatte sich die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP vorgenommen, pro Jahr zusätzliche Windräder mit einer Leistung von 500 Megawatt ans Netz zu bringen. Damit soll erreicht werden, dass in Rheinland-Pfalz ab 2030 nur noch Strom aus Erneuerbaren Energien fließt. Doch nach den endgültigen Zahlen für 2025, die nun vorliegen, gingen beim Ausbau nur etwa halb so viele neue Windkraftanlagen ans Netz, wie nötig wären, um dieses Ziel zu erreichen.
Ausbau der Windkraft stockt in Rheinland-Pfalz weiterhin
Rechnerisch wäre es in dieser Legislaturperiode erforderlich gewesen, pro Jahr 500 Megawatt zusätzlich aus Windenergie und 500 Megawatt aus Solarenergie zu gewinnen. So hat es sich die Landesregierung zur Aufgabe gemacht. Weil jedoch vor allem bei der Windenergie dieses Ziel nie erreicht wurde, müsste in den Jahren bis 2030 deutlich mehr neue Windenergieleistung als die 500 Megawatt installiert werden, um die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen.
Lange Genehmigungsverfahren, Fachkräftemangel und Lieferschwierigkeiten
Davon konnte 2025 allerdings noch keine Rede sein. Ganze 43 Windräder mit einer Spitzenleistung von insgesamt 226 Megawatt wurden neu installiert, also nur etwas weniger als die Hälfte der ursprünglich angestrebten 500 Megawatt. Rechnet man noch die stillgelegen Windkraftanlagen heraus, ist der Zuwachs mit 166 Megawatt noch deutlich noch geringer.
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Die Windkraft-Ziele für 2025 wurden in Rheinland-Pfalz verfehlt, die für den Photovoltaik-Ausbau übererfüllt. Und: Noch nie wurde so viel Strom durch Sonne produziert.
Dass die Ausbauziele nicht erreicht wurden, führt das Klimaschutzministerium auf Lieferschwierigkeiten, Fachkräftemangel und insbesondere Genehmigungsverfahren zurück. Diese Verfahren hätten in der Vergangenheit zu lange gedauert. Das ginge inzwischen deutlich schneller, weil statt einzelner Kommunen jetzt die Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGD) zuständig seien.
Seitdem seien die Verfahren einfacher und digitaler geworden. Nun würden die Verfahren im Schnitt 20 Monaten dauern. Vorher habe es doppelt so lange gedauert, so Umweltstaatssekretär Michael Hauer im Landtagsausschuss für Klima, Energie und Mobilität. Mit Hilfe der beschleunigten Verfahren seien im vergangenen Jahr Genehmigungen für 229 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.431 Megawatt erteilt worden, so viele wie noch nie. Im Verhältnis zur Landesfläche liege Rheinland-Pfalz damit bundesweit auf Platz drei hinter Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, so der Staatssekretär.
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Rekord bei Genehmigungen für neue Windräder
Da zwischen Genehmigung und Bau etwa zwei Jahre vergehen, dürften die 2025 genehmigten Anlagen ab 2027 als zusätzlich installierte Windenergieleistung in die Statistik eingehen. Bei der Solarenergie ist RLP dagegen deutlich erfolgreicher als beim Wind. Das gesteckte Ziel wurde mit rund 800 Megawatt im vergangenen Jahr weit übertroffen.