Schnee-Chaos am Wochenende

Nach Kritik wegen Glatteis-Unfällen: So war der Winterdienst im Westen der Pfalz aufgestellt

Schnee und Glätte haben am Wochenende in der Westpfalz für viele Unfälle gesorgt. Vor allem in Kaiserslautern waren die Straßen glatt. Kritik gibt es am Winterdienst der Stadt.

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Von Autor/in Lars-Henrik Wacker

"Der Winterdienst hat planmaßig funktioniert", heißt es von der Stadt Kaiserslautern. Wegen des Wintereinbruchs war Freitagabend ein Notteam von acht Personen und zwei Fahrzeugen im Dauereinsatz gewesen, um gefährliche Stellen zu streuen. Am frühen Samstagmorgen seien dann nach Dienstplan alle 34 Mitarbeiter unterwegs gewesen.

Kaiserslauterns Bürgermeister Manfred Schulz (CDU) lobt den Einsatz des städtischen Winterdienstes: "Ich möchte mich ausdrücklich für ihre gute Arbeit bedanken. Besonderen Dank auch an den Notdienst, der die ganze Nacht im Einsatz war. Das ist alles keine Selbstverständlichkeit und das weiß ich sehr zu schätzen."

Viele Unfälle in Kaiserslautern

Vor allem die zahlreichen Unfälle in Kaiserslautern am Freitagabend sorgten bei vielen für den Eindruck, es wurde nicht ausreichend gestreut. Die Polizei zählte 53 Unfälle. Zeitweise ging nicht viel auf den Straßen der Stadt. Auch die Busse konnten nicht mehr fahren.

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Die Stadt Kaiserslautern spricht von einer Sondersituation und bittet um Verständnis, dass es bei solchen Witterungsverhältnissen zu Beeinträchtigungen kommen kann. Sie sagt aber auch: "Generell werden üblicherweise nur Steil- und Gefahrenstellen gestreut. Eine Pflicht, alle Straßen freizuräumen, besteht nicht."

Herausforderung für den Winterdienst in Pirmasens

Schwierigkeiten mit dem Wintereinbruch gab es auch in Pirmasens. Die Stadt sagt, dass viele Mitarbeiter krank waren. Dennoch waren rund 40 Mitarbeiter und alle Streufahrzeuge in mehreren Schichten im Einsatz. Laut Stadt wurden von Freitag bis Montag rund 200 Tonnen Streumittel verbraucht.

Auch in Pirmasens bittet die Stadt um Verständnis. "Der Winterdienst konzentriert sich dann gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht auf Straßen und Bereiche mit der höchsten Priorität. Dazu zählen unter anderem Rettungswege, Steilstrecken, Brücken und Hauptverkehrsachsen", sagt Thomas Iraschko, der Werkleiter der Wirtschafts- und Servicebetriebe Pirmasens.

Winterdienst in Zweibrücken zieht positive Bilanz

Der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken zeigt sich mit dem Winter-Einsatz am vergangenen Wochenende zufrieden. Laut Stadt haben mehrere Lkw und mehr als 50 Mitarbeiter mit der Hand gestreut, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Insbesondere die Hauptverkehrsachsen wurden geräumt. Aber auch Brücken und Fußwege im Innenstadtbereich sowie in den Vororten und Stadtteilen.

Probleme gab es allerdings beim Stadtbus Zweibrücken wegen der Winterverhältnisse. So seien ab Freitagabend vereinzelt Linien ausgefallen, heißt es von der Stadtbus Zweibrücken GmbH.

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Lars-Henrik Wacker
Multimediareporter Lars Henrik Wacker

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