Damit hört es aber dann auch schon auf mit den Schnapszahlen. Die kleine Charlotte wurde nach Angaben der Klinik am Dienstag, um 12:57 Uhr geboren. Bei ihrer Geburt wog sie 2.960 Gramm und war 51 Zentimeter groß - also knapp die 55 Zentimeter verpasst.
Die Mutter des Kindes, Christina König, arbeitet selbst in der Klinik. Sie ist seit 2014 als Kinderärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Marienhaus Klinikums tätig. Dass gerade sie Baby Nummer 555 in diesem Jahr zu Welt gebracht hat, war eine große Überraschung: "Als erstes ist es der Hebamme aufgefallen. Da mussten die Kollegen schon sehr lachen", sagt König.
Bereits das zweite Kind für Familie König
Für sie war klar, dass sie ihre Tochter im St. Elisabeth-Krankenhaus zur Welt bringen will. Bereits ihr erster Sohn, der mittlerweile drei Jahre alt ist, wurde dort geboren. "Ich fühle mich hier richtig wohl. Ich werde super versorgt von den Kollegen - als wäre ich eine Privatpatientin", berichtet König amüsiert. Aktuell befindet sie sich noch in der Klinik, morgen soll sie entlassen werden.
Es war wirklich toll. Nochmal eine ganz andere emotionale Erfahrung.
So lustig die Schnapszahlgeburt auch ist, König ist vor allem froh, dass bei der Geburt alles gut gelaufen ist. Charlotte kam demnach per Kaiserschnitt auf die Welt. Dank "Sectio Bonding" konnte sie ihr Kind direkt nach der Geburt nicht zur sehen, sondern auch spüren. "Sie wurde mir kurz auf die Brust gelegt und mein Mann hat die Nabelschnur durchgeschnitten", erinnert sich König.
Baby Nummer 555 kam per Kaiserschnitt auf die Welt
Ihren ersten Sohn brachte sie noch mit normalem Kaiserschnitt zur Welt. Viele Frauen vermissen dabei den direkten Kontakt zum Kind, wie sie sagt. Seit 2023 gebe es das "Sectio Bonding" im Marienhaus-Klinikum - und König war froh, dass sie diesmal die Möglichkeit dazu hatte: "Es war wirklich toll. Nochmal eine ganz andere emotionale Erfahrung."
Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied verfügt über ein Perinatalzentrum Level 1 und zählt damit zu den Zentren der höchsten Versorgungsstufe für Früh- und Risikogeburten. In enger Zusammenarbeit von Geburtshilfe, Neonatologie und weiteren Fachbereichen werden dort jährlich rund 2.000 Geburten begleitet. Auch Frühgeborene und Neugeborene mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf können umfassend versorgt werden.