Laut einem Sprecher des Amtsgerichts Cochem wurde der 37-Jährige unter anderem wegen Diebstahls und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im August vergangenen Jahres zusammen mit seinem Cousin 85 Gullydeckel ausgehoben, gestohlen und anschließend an einen Schrotthändler verkauft hat.
Transporter mit gefälschten Kennzeichen
Der Cousin war für die Taten schon im Dezember ebenfalls zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Vor dem Jugendschöffengericht Cochem hatte er damals ausgesagt, dass die Idee zu dem Diebstahl von dem 37-Jährigen gekommen war. Für die Taten hatten die beiden einen Transporter gestohlen und gefälschte Kennzeichen angeschraubt.
Verkauf der Gullydeckel an Schrotthändler
Die schweren Deckel verkauften die beiden laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an einen Schrotthändler, sie bekamen etwa zehn Euro pro Stück. Die beiden wollten damit nach eigenen Angaben ihren steigenden Cannabis-Konsum finanzieren.
Der Schaden, den die beiden mit ihrem Handeln verursacht haben, liegt weit über dem Gewinn. Die gestohlenen Deckel mussten nach SWR-Informationen aufwendig und kostspielig ersetzt werden. Verletzt wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft glücklicherweise niemand. Das Urteil gegen den 37-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig.