Es ist schon fast eine Überraschung: Bei der Ahrtalbahn schafft die Bahn, was in in der Vergangenheit nur selten gelang: Sie wird pünktlich fertig werden. Aktuell werden laut Bahn noch die letzten Abschnitte der Oberleitung aufgebaut. Am 12. Dezember ist nach Angaben der Ortsgemeinde in Altenahr dann ein großes Fest geplant. Zum Fahrplanwechsel sollen die Züge regulär wieder bis Ahrbrück fahren. Auch eine neue durchgehende Linie RB32 über Koblenz nach Boppard ist geplant.
Stützwand in Heimersheim bringt Fahrplan durcheinander
Allerdings zeigt eine neue SWR-Doku auf YouTube: Die Strecke wird im Dezember noch nicht komplett fertig sein. Denn in Heimersheim baut die Bahn im Auftrag der Kreisverwaltung an einer Stützwand zur Ahr. Die Bauarbeiten dazu verzögern sich laut Bahn um rund ein halbes Jahr. Aus diesem Grund steht auf der Strecke zwischen Remagen und Bad Neuenahr am Anfang auch nur ein Gleis zur Verfügung. Das bringt die Pläne mit dem durchgehenden Zug nach Süden jetzt vorerst durcheinander.
Vorerst kein durchgehender Zug nach Koblenz und Boppard
Nach Angaben des zuständigen Zweckverbands SPNV-Nord müssen Fahrgäste nach Süden erstmal weiter in Remagen in einen anderen Zug umsteigen. Das liege daran, dass sich die Züge nicht auf der eingleisigen Strecke im Ahrtal begegnen könnten. Deswegen sollen die Züge der neuen Linie laut SPNV-Nord bis zum Sommer 2026 erstmal zwischen Remagen und Altenahr pendeln. Der ursprünglich für das Ahrtal geplante Fahrplan ist so nicht mehr möglich.
Neue Linie RB32 vorerst nur bis Altenahr
Zwischen Altenahr und Ahrbrück kommt es im Vergleich zum eigentlich geplanten Takt auch zu Veränderungen: Nur die Linie RB30 fährt dann die gesamte Strecke bis nach Ahrbrück. Die neue Linie RB32 endet voraussichtlich bis zum Sommer 2026 in Altenahr.
Und auch bei den Bahnübergängen könnte es nach SWR-Informationen noch ein Provisorium geben: Denn ob die Schranken überall tatsächlich fertig werden, ist fraglich. Das verhindert aber nicht die Eröffnung der Strecke.