Die neue Linie soll nach Angaben des zuständigen Zweckverbandes SPNV-Nord das Ahrtal mit Koblenz und Boppard direkt verbinden. Und dass voraussichtlich ab Ende des Jahres. Voraussetzung ist, dass die Ahrtalbahn fertig ist. Danach sollen die Züge jede Stunde von Ahrbrück aus nach Remagen fahren. Und alle zwei Stunden sogar über Andernach und Koblenz bis nach Boppard.
Damit bekommt das Ahrtal zum ersten Mal eine durchgehende Verbindung ins obere Mittelrheintal. Die neue Linie soll von der zum Transdev-Konzern gehörenden Mittelrheinbahn betrieben werden. Laut SPNV-Nord sollen elektrische Triebwagen zum Einsatz kommen.
Durchgehende Linie nach Bonn bleibt bestehen
Weiterhin soll es aber auch noch die bestehende durchgehende Linie von Ahrbrück nach Bonn geben. Diese soll auch weiter von der Bahn-Tochter DB Regio betrieben werden. Ob auch auf dieser Linie nach der Wiedereröffnung alle Züge elektrisch fahren werden, ist aber noch unklar. Weil es kompliziert sei, elektrische Züge einzusetzen, sollen auf dieser Linie aber im ersten Halbjahr 2026 noch die alten Dieseltriebwagen zum Einsatz kommen. Ab Sommer 2026 sollen dann nur noch elektrische Züge fahren, so der SPNV-Nord.
Aktuell fahren Züge im Ahrtal nur zwischen Remagen und Walporzheim. Die Bahn-Tochter DB InfraGo will die von der Flut komplett zerstörte Strecke zwischen Walporzheim und Ahrbrück Ende 2025 komplett elektrifiziert eröffnen.